Was macht man als Sultan, wenn man seine Tochter verheiraten will?
Ist doch klar.
Man schickt seinen Wesir zum Basar, um dort unter den Teppichhändlern den passenden Gemahl auszuwählen.
An dieser Stelle kommen wir ins Spiel, denn die 2 bis 4 Spieler wetteifern als Teppichhändler auf dem 7x7 Felder großen Basar um die nötigen Piaster, denn am Ende entscheidet weder Aussehen noch Bildung über die Hand der schönen Suleika, sondern allein der schnöde Mammon.
| Suleika | |
|---|---|
| Verlag | Zoch |
| Autor | Dominique Ehrhard |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster | ![]() |
Suleika besticht durch seine liebevolle Ausstattung und einfachen Zugang. Es wird mit echten kleinen Teppichen gespielt und die Spielregel passt auf zwei DIN A5-Seiten, wobei noch Platz für erläuternde Beispiele bleibt. Entscheidungen werden den Mitspielern allerdings nicht viele abverlangt. Dreht man Omar um 90 Grad nach rechts bzw. links oder behält man die Laufrichtung bei ist schon alles. Dies hängt davon ab, in welche Richtung man die größten Chancen hat, den Zahlungen an die Mitspieler zu umgehen. Manchmal beißt man aber auch freuwillig in den sauren Apfel, um dadurch eine große Teppichfläche eines Mitspielers zu zerstückeln.
Suleika ist ein wunderschönes Familienspiel. Aber auch nicht mehr. Daher geht die Nominierung zum Spiel des Jahres in Ordnung. Für den Hauptpreis ist es dann doch spielerisch zu leichtgewichtig. Drei Teppichhändler sollten aber schon um Suleika buhlen, denn das Verlangte Mischen von 2 Teppichfarben in der 2-Personenvariante ist nicht besonders praktikabel.
DIRK HORSTER