Patrizier
Im Italien des Mittelalters prägten die prächtigen Häuser der reichen und einflussreichen Patrizierfamilien das Bild vieler Städte.
Je höher die Türme der Häuser, desto größer der Einfluss und Reichtum der Besitzer.
In Patrizier übernehmen die Spieler die Rolle eines mittelalterlichen Baumeisters.
Ziel des Spiels ist es Ruhmespunkte zu sammeln.
Dies erfolgt durch Wertung der Türme in den Städten und durch Auszählen der gesammelten Auftragskarten.
| Patrizier |
| Verlag |
Amigo |
| Autor |
Michael Schacht |
| Spieler |
2 bis 5 |
| Alter |
ab 10 Jahren |
| Wertung |
| Jens Bruhse |
 |
| Dirk Horster |
 |
Ein Spielzug erfolgt in 5 Schritten:
Auftragskarte ausspielen - Der Spieler spielt eine Auftragskarte aus, indem er sie offen vor sich auslegt.
In den ersten Zügen ist es noch nicht von Bedeutung, welche Karte man ausspielt.
Doch im Spielverlauf sollte der Spieler schon überlegen, welche Auftragskarte er zur Erzielung von Ruhmespunkten ausspielt.
Um das Spielverständnis abzurunden finde ich es durchaus sinnvoll, an dieser Stelle die Wertung zu beschreiben.
Ruhmespunkte erhalten die Mitspieler durch das Sammeln gleicher Köpfe auf den abgelegten Auftragskarten (5 gleiche Köpfe = 6 Ruhmespunkte; 6 gleiche Köpfe = 12 Ruhmespunkte) und durch Wertung der Städte direkt nach Bau des letzten Stockwerks.
Die Anzahl der zu bauenden Stockwerke in 2 Türmen ist als römische Zahl über den Stadtwappen der jeweiligen Stadt abgebildet (9 = IX, 7 = VII, 5 = V).
Dabei gewinnt der Spieler mit den meisten Stockwerken im höheren Turm das wertvollere Plättchen und der Spieler mit den meisten Stockwerken im niedrigen Turm das andere Plättchen.
Bei gleicher Anzahl an Stockwerken im Turm gewinnt derjenige von ihnen, der das höhere Stockwerk gebaut hat.
Stockwerke bauen - Für jedes Stadtwappen auf der gerade gespielten Auftragskarte setzt der Spieler ein Stockwerk auf die Bauplätze der entsprechenden Stadt.
Bei zwei Stadtwappen ist es auch möglich, beide Stockwerke in einem Turm zu bauen.
So wachsen beide Türme im Spielverlauf bis zur begrenzenden Höchstzahl von 5, 7 oder 9 Stockwerken in die Höhe.
Allerdings muß bei der Wertung jeder Turm aus mindestens einem Stockwerk bestehen.
Auftragskarte nachziehen - Der Spieler nimmt die Auftragkarte auf die Hand, die neben der Stadt liegt, in der er gerade gebaut hat.
Ist auf der gerade ausgespielten Auftragskarte das Fragezeichensymbol abgebildet, darf er sich eine Auftragskarte einer beliebigen Stadt aussuchen.
Dies darf er ebenfalls, wenn gegen Spielende keine Auftragskarte mehr neben der gerade bebauten Stadt liegt.
Nach meiner Meinung ist diese Wahlmöglichkeit sehr wichtig.
Man kann eine Karte mit bestimmter Stadtfarbe wählen um dort weitere Stockwerke zu bauen oder eine Karte mit gewünschtem Kopf um in dieser Wertung Fortschritte zu erzielen.
Auftragskarte auffüllen - Auf das freigewordene Feld der Stadt wird die obersten Karte des Nachziehstapel gelegt.
Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, entfällt das Auffüllen.
Das Spiel endet, wenn kein Spieler mehr eine Auftragskarte auf der Hand hat.
Die Spieler ermitteln ihre Ruhmespunkte durch Zählen der Punkte auf den Ruhmesplättchen und Auswerten der Köpfe auf den Auftragskarten.
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Aufgrund der kurzen leicht verständlichen Anleitung, eines übersichtlichen Spielplans, der nicht mit Komponenten überladen ist, ist Patrizier für mich ein typisches Familienspiel für verregnete oder kalte Tage.
Patrizier ist ein Spiel für 2-5 Personen ab 10 Jahre aus dem Amigo-Verlag.
Die Spieldauer beträgt 35 – 50 Minuten.
Das Spielmaterial ist ordentlich gestaltet.
Jedoch sollte der Verlag bei künftigen Auflagen 39 Stockwerksteine in allen Farben zur Verfügung stellen.
Dann könnten auch Pärchen in ihren Lieblingsfarben rot und blau spielen
JENS BRUHSE