Das Leben als Architekt in Metropolys könnte ein Traum sein.
In allen 5 Stadtteilen warten freie Bausflächen darauf, mit neuen Fabriken, Parklandschaften, Wohnhäusern, Einkaufzentren oder Verwaltungsgebäuden versehen zu werden.
Gäbe es da nicht diese merkwürdige Vergabepolitik der örtlichen Stadtverwaltung.
Für jedes Bauwerk wird ein eigener Wettbewerb ausgeschrieben.
Dabei dürfen sich die bis zu vier beteiligten Architekten reihum mit immer prächtigeren Gebäuden übertrumpfen, die sie immer jeweils auf zum letzten errichteten Gebäude benachbarten freien Grundstücken erbauen dürfen.
Möchte oder kann keiner mehr überbieten, werden alle bis auf das letzte Gebäude dieses Wettbewerbs wieder abgerissen.
| Metropolys | |
|---|---|
| Verlag | Ystari |
| Autor | Sebastien Pauchon |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster | ![]() |
Doch wozu das Ganze? Natürlich geht es um Ruhm und Ehre. Offen auf dem Stadtplan liegen 3 verschiedene Arten von Marken, die man erhält, wenn man das entsprechende Grundstück bebaut. Dabei gibt es zwei positive Arten und eigene negative. Zusätzlich gibt es je nach gewählter Version geheime Aufträge. In der Familienversion sind diese alle gleichwertig und auch gleich schwierig zu erfüllen. In der Expertenversion gibt neben unterschiedlich wertvollen (und schwierigen) Aufträgen, noch die Möglichkeit über die Mehrheiten an höchsten Gebäuden in den 5 Stadtvierteln zu Punkten zu gelangen.
Metropolys ist ein sehr schönes Versteigerungsspiel, welches mit einem Minimum an Regeln auskommt. Die Gestaltung des Spiels ist nicht jedermanns Sache, gefällt mir jedoch sehr gut. Aber über Geschmack lässt sich ja trefflich streiten. Die angebotene Familienversion sollte man sich allerdings sparen, sondern direkt mit der Expertenversion beginnen, denn dort entfaltet sich erst der volle Spielreiz und dieser ist groß genug, um noch viele Partien folgen zu lassen.
DIRK HORSTER