Filou

filou.jpg 18 KB Filou – Die Katze im Sack ist ein witziges Kartenspiel von Friedemann Friese erschienen im 2F Verlag. Das Spiel besteht aus sehr großen handlichen Karten, die lustig gezeichnete Katzen, Hunde und Hasen zeigen. Eine Katze im Sack und vier Spielkarten mit Geldbeträgen (2,3,4 und 6) ergeben das Spielfeld. Des weiteren enthält das Spiel einen Jutesack aus Holz und kleine Geldplättchen (Mäusen) aus Plastik.

Bei diesem Spiel handelt es sich um ein Lege- und Bietspiel wo geblufft und getrickst werden kann. Jeder Spieler erhält zunächst 10 Karten auf die Hand. Der jeweils linke Spieler zieht verdeckt eine der 10 Karten des Mitspielers heraus, die ungesehen aus dem Spiel verschwindet. Somit verbleiben für jeden Spieler 9 Karten. Das Startkapital beträgt für Jeden 15 Mäuse. Die restlichen Mäuse werden an die Seite gelegt und ergeben die Bank! Auf dem Tisch werden nun, gut erreichbar für alle Mitspieler, die Katze im Sack und die Karten mit den Geldbeträgen 2,4 und 6 ausgelegt. Auf die jeweiligen Karten kommen die entsprechenden Mäuse also auf die Karte 2 werden zwei Mäuse gelegt, auf die Karte 4 werden vier Mäuse gelegt usw. Startspieler ist der, der sich zuletzt ein Haustier gekauft hat!

Filou
Verlag 2F
Autor Friedemann Friese
Spieler 3 bis 5
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Vanessa Nelles fuenf.gif 1 KB
Dirk Horster vier.gif 1 KBfuenf.gif 1 KB
Es werden insgesamt neun Runden gespielt. Alle Spieler wählen nun eine ihrer Handkarten aus. Der Startspieler legt seine ausgewählte Karte unter die Katze im Sack, der nächste Spieler unter den Geldbetrag 2 usw. damit eine Reihe entsteht. Es folgt nun eine Versteigerung der Karten. Der Startspieler dreht seine Karte rum und bietet einen Geldbetrag (Mäuse) für diese Karte. Als Startspieler muss mehr als 0 geboten werden. Der nächste Spieler kann sich nun überlegen, ob er mitbieten will, muss, falls er sich dafür entscheidet, mindestens ein Geldstück mehr bieten als beim ersten Gebot. Im Kartensatz befinden sich selbstverständlich nicht nur gute Karten. Die Katzen sind mit Plus - und Minuspunkten versehen. Nur die positiven Karten geben am Ende die Siegpunkte. Des weiteren sind die Hasenkarten immer neutral mit dem Wert 0 ausgezeichnet. Zuletzt gibt es noch große böse Hunde und kleine liebe Hunde. Der große böse Hund frisst die höchste positive Katze und der kleine liebe Hund die größte negative Katze. Die erste Karte ist nun rumgedreht und zeigt z.B. eine positive Katze mit dem Wert 8. Als Mitspieler ist man dadurch eher gewillt mitzusteigern. Es wird solange gesteigert, bis ein Mitspieler, der an der Reihe ist, sein Gebot zurückzieht oder aus Geldmangel nicht weiter mit steigern kann. Wenn das passiert bekommt er sein Geld zurück in seinen eigenen Vorrat. Ab der zweiten Karte bekommt der Spieler, der aus dem Spiel aussteigt, zusätzlich den Geldbetrag von der Karte also 2,4 oder 6 Mäuse. Damit kann man seinen eigenen Vorrat wieder auffüllen. Man muss allerdings, um an die letzten sechs Mäuse auch ranzukommen bis zum Ende mitsteigern. Die nächste Karte wird rumgedreht und zeigt einen Hasen. Da dieser immer den Wert 0 hat, bleibt die zu ersteigernde Siegzahl weiter bei 8 (zur Erinnerung, die erste Karte zeigte eine positive 8). Ein weiterer Spieler steigt aus und bekommt sein Geld in den eigenen Vorrat zurück. Die nächste Karte wird rumgedreht und ein großer böser Hund schaut einem entgegen. Somit ist die höchste positive Karte aufgefressen worden. Die nun zu ersteigernden Siegpunkte liegen bei 0! Der nächste Spieler beendet sofort seine Gebote und nimmt seine Mäuse zurück in den eigenen Vorrat. Da bis auf einen Spieler alle schon aus dem Spiel ausgestiegen sind MUSS der letzte Spieler sein Gebot an die Bank zahlen und erhält alle Spielkarten, auch die Verdeckte. Für die nächste Runde werden die Geldkarten wieder mit Geld bestückt. Falls sich kein Geld mehr in der Bank befinden sollte, bleiben die Geldkarten leer. Eine neue Versteigerungsrunde beginnt und neue Karten werden von den Mitspielern verdeckt ausgelegt. Dies passiert solange, bis alle Handkarten ausgelegt wurden. Am Ende gewinnt der Spieler, der den höchsten positiven Wert von Katzen vor sich liegen hat.

Das Spiel ist angesetzt für 3-5 Spieler. Bei drei Spielern weichen die Regeln geringfügig ab. Die Veränderungen sind aber leicht erklärt und behindern keinesfalls den weiteren Spielablauf. Auch ist die Zeitangabe mit 20 Minuten durchaus realistisch. Das Spiel ist freigegeben für Kinder ab 8 Jahren, was ich ebenfalls für richtig finde. Die kleine Bedienungsanleitung ist flüssig zu lesen, man kann gut nachschlagen, wenn man etwas nicht mehr hundertprozentig weiß und sie ist sehr darauf bedacht ein leichtes lustiges Spiel auch leicht zu erklären. Das Spiel von Friedemann Friese zeichnet sich vor allen Dingen wieder einmal durch die tolle und einmalige Zeichnung der Figuren aus. Wie schon bei seinen anderen Spielen bleibt er seinem eigenen Stil treu. Wir haben es inzwischen sehr oft gespielt und Langeweile kommt keineswegs auf. Da bei der Spieleranzahl so viele Möglichkeiten entstehen wird viel durch den Glücksfaktor bestimmt. Da man seinen Mitspielern durchaus einen auswischen kann, indem man das Spiel vorzeitig beendet oder man von vorne herein eine schlechte Karte verdeckt in die Mitte legt, ist der Spaßfaktor meines Erachtens extrem hoch. Lachen garantiert!

VANESSA NELLES


Ausgepackt!
Mister X e.V.