Auch bei den Wikingern ging alles wieder um Ruhm und Ehre.
Dieses Mal müssen wir als Anführer eines Stammes ein Inselreich entdecken und besiedeln.
In unserem Stamm gibt es Fischer, Goldschmiede, Späher, Adlige, Kämpfer und Bootsmänner.
Allerdings dürfen wir sie nicht einfach herumkommandieren, sondern sie lassen ihren Einsatz um Ruhm und Ehre in klingender Münze bezahlen.
Dazu müssen sich alle Spieler aus einem gemeinsamen, zufällig zusammengestellten Pool bedienen.
In jeder der 6 Runden stehen 12 Wikinger, schön nach Stand (vom Fischer bis zum Bootsmann) sortiert, zum Preis von 0 bis 11 Goldstücken zur Verfügung.
Zusätzlich gibt es zu jedem Wikinger auch noch ein quadratisches Stück Land (linkes oder rechtes Inselende bzw. ein Mittelstück) oder ein feindliches Wikingerschiff.
Das Ganze wird um ein Drehrad gruppiert, so dass man mittels des Drehrads den Preis der jeweiligen Kombination bestimmen bzw. verändern kann.
Hat man eine Kombination erworben muss man diese in sein Reich einbauen.
Dabei sollte man bedenken, dass nur besiedelte Landplättchen später Punkte (=Ruhm) einbringen.
Jedoch muss man bei der Anwerbung auch noch beachten, dass jeder Stand nur an bestimmten Stellen in der eigenen Landschaft siedeln kann.
Passt nun die Landschaft gerade nicht an diese Stelle, so muss man nicht verzagen, denn mit Hilfe der Bootsmänner können Wikinger auch im weiteren Verlauf des Spiels noch verschoben werden.
| Wikinger | |
|---|---|
| Verlag | Hans im Glück |
| Autor | Michael Kiesling |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster bei 3 Spielern |
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| Dirk Horster bei 4 Spielern |
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Das Ganze wird mit einer Schlußwertung, wo endlich auch die Fischer zum Einsatz kommen. Denn jeder Wikinger im Reich will mit Nahrung versorgt werden. Sollten sich zu wenig Fischer im Reich befinden gibt es Punktabzüge. Mehr Ruhm und Ehre erhalten die Anführer, die größte Insel bzw. die meisten Inseln entdeckt haben und die die meisten Bootsmänner anwerben konnten. Diese kurze Beschreibung kann nicht annähernd alle Feinheiten dieses erstklassigen Spiels wiedergeben. Alles ist mit jedem verknüpft. Ist man am Zug, möchte man am liebsten mindestens drei Kombinationen erwerben. Doch es darf nur eine sein und dann passen Landschaft und Wikinger auch noch selten genug zum schmalen Budget. Auch die Bedürfnisse der nachfolgenden Spieler müssen im Auge behalten werden. Schließlich will man ja keine Vorlagen geben.
Insgesamt erinnert Wikinger an Carcassonne, hat dabei aber nicht die Leichtigkeit des Longsellers. Dafür sind die Spielmöglichkeiten vielschichtiger. Eine Einschränkung des Spielvergnügens gibt es allerdings beim Spiel zu viert, da man dann nur 3 Kombinationen pro Runde erwirbt. Dadurch wird das Spiel etwas zu zufällig bzw. unrund, besonders da in diesem Fall zwei Spieler in zwei Runden die erste Wahl haben und die anderen zwei Mitspieler nur in einer Runde. Für vier Spieler empfehle ich daher die ebenfalls schon enthaltene Profi-Regel, die u.a. eine Versteigerung des Erstkaufsrechts vorsieht. Ausstattung und Regeln sind in gewohnt sehr guter Hans im Glück-Qualität. Daher eine klare Empfehlung für Wikinger.
DIRK HORSTER