Thurn und Taxis - Glanz und Gloria
Glanz und Gloria ist die Erweiterung zum Spiel des Jahres 2006 Thurn und Taxis.
Nachdem das Postkutschennetz in Süddeutschland und angrenzenden Ländern ausgebaut wurde, gilt es nun ein solches im nördlichen Teil Deutschlands, Holland und Belgien aufzubauen.
Das Spiel aus dem Verlag Hans im Glück (vertrieben von Schmidt Spiele) ist ebenfalls für 4 Spieler ab 10 Jahre.
Die Spieldauer beträgt 50-70 Minuten.
| Thurn und Taxis - Glanz und Gloria |
| Verlag |
Hans im Glück |
| Autor |
Karen & Andreas Seyfahrt |
| Spieler |
2 bis 4 |
| Alter |
ab 10 Jahren |
| Wertung |
| Jens Bruhse |
 |
Bis auf die nachfolgend beschriebenen Änderungen gelten die Regeln des Grundspiels.
Die Spieler erhalten ihre Holzhäuser aus dem Grundspiel.
Statt der Stammhauskarte erhält jeder Mitspieler eine Kutschenkarte.
Die Kutschenkarten und die Amtsperson Wagner aus der Urversion werden im Ergänzungsspiel nicht benötigt.
Die runden Bonusplättchen Freie Reichsstädte werden auf die jeweiligen Städte gelegt.
Der Spieler rechts vom Startspieler erhält die Reiterfigur und behält sie bis zum Spielende.
Wenn ein Spieler eine Strecke abschließen möchte, muss die Anzahl der Pferde vor seiner Kutschenkarte mindestens der Anzahl der Streckenkarten entsprechen.
Dabei zählen die 2 Pferde vor der Kutsche mit.
Die zusätzlichen Pferde erhalten die Spieler durch Nutzung der Rückseiten der Stadtkarten.
Denn in Glanz und Gloria besteht beim Auslegen der Stadtkarte die Wahlmöglichkeit zwischen Nutzung der Vorder- oder Rückseite.
Vorderseite = Nutzung als Stadtkarte
Rückseite = Nutzung als Pferdekarte (1, 2 oder 3 Pferde)
Die Anzahl der Pferde kann man auf der Vorderseite an der Anzahl der Hufeisen erkennen.
Doch ist die Abbildung nicht schlüssig.
Sind auf der Vorderseite 4 Hufeisen abgebildet, befinden sich auf der Rückseite 2 Zugpferde.
Nun haben Pferde normalerweise aber 4 Beine.
Dann müssten bei 2 Pferden doch 8 Hufeisen abgebildet sein.
Oder?
Auf der Rückseite ist die Welt dann wieder in Ordnung.
Es sind 2 Hufeisen für 2 Pferde abgebildet.
Aber Moment! Wenn ich die Anzahl der Pferde sehen kann, wozu dann die Abbildung der Hufeisen. Alles klar?
Nach dem Abschluss einer Strecke werden die Stadt- und Zugpferdkarten auf den Ablagestapel gelegt.
Die Kutsche bleibt allerdings liegen.
Die freien Reichsstädte Frankfurt, Bremen, Hamburg und Lübeck sind keine Länder und kein Teil des umgebenden Landes.
Auch wenn mehrere freie Reichsstädte in einer Strecke enthalten sind darf der Spieler aber nur auf eine Stadt ein Haus setzen.
Der Spieler, der als erster ein Haus in eine der freien Reichsstädte setzt erhält das dort liegende Bonusplättchen.
Zum Erwerb des Bonusplättchen Preussen muss ein Spieler jede Stadt in beiden Teilen Preussens besetzt haben.
Um das Bonusplättchen Alle Länder zu erhalten, muss ein Spieler in jedem Land mit Ausnahme der Freien Reichsstädte vertreten sein.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler alle Häuser eingesetzt hat.
Ob man Glanz und Gloria als Ergänzung zu Thurn und Taxis kauft muß jeder selbst entscheiden.
Wenn der Spielplan aufgrund seiner Größe nicht eine bestimmte Schachtelgröße erfordern würde, könnte man aufgrund des Inhalts schon von einer Mogelpackung sprechen.
Eine schöne Idee wäre es auch gewesen, wenn man beide Spielpläne als Superspielplan nutzen könnte.
Mir persönlich gefällt die Zugpferdvariante aus Glanz und Gloria allerdings besser als die Kutschenvariante der Urversion.
Meine Wertung trotz Einschränkungen 4 Punkte.
JENS BRUHSE