Jenseits von Theben

theben.jpg 16 KB Richtig tolle Fundstücke aus längst vergessenen Zeiten, die gibt es jenseits des Mittelmeer-Raums. Das wussten auch schon die Forscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Gesellschaftsspiel Jenseits von Theben müssen die Spieler in die in Rolle eines solchen Forschers schlüpfen. Dann heißt es: schlau machen im alten Europa, buddeln in den antiken Städten und die tollsten Ausstellungen in ganz Europa machen.

Jenseits von Theben
Verlag Queen
Autor Peter Prinz
Spieler 2 bis 4
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Andreas Haaß fuenf.gif 1 KB
Ein Spielzug besteht entweder aus einer Grabung oder gerade zu Beginn aus dem Nehmen von einer der vier offen liegenden Forscherkarten. Die zeigen den Namen einer Stadt und was dort gemacht werden kann. Meist kann man dort wichtiges Fachwissen für die Ausgrabungen erwerben. Es gibt aber auch so nette Hilfsmittel wie ein Auto oder einen Zeppelin, der die Reise erleichtert. Denn alles, was man macht, kostet Zeit. Wenn von einem Ort zum anderen gezogen wird, kostet das eine Woche. Die jeweilige Aktion am Ort dauert auch noch mal ein bis sechs Wochen. Der Zeitverbrauch wird auf dem Spielbrett abgetragen. Und man ist erst wieder an der Reihe, wenn alle anderen Spieler an einem vorbeigezogen sind. Die Zeitknappheit ist ein ganz entscheidender Faktor im Spiel. Jedes Mal muss man sich fragen, ob einem so eine Forscherkarte wirklich die Zeit wert ist, die man dann absitzen muss. Ohne erworbenes Wissen lohnt es sich aber auch nicht, Ausgrabungen zu machen. Da ist es wie im richtigen Leben: Wer mehr über sein Gebiet weiß, der ist auch (meist) erfolgreicher. Denn bei den Ausgrabungen spielt das Glück eine große Rolle. Abhängig vom Wissensstand und der Verweildauer am Grabungsort darf der Spieler unterschiedlich häufig in einen Beutel greifen und Fundstücke herausziehen. Zu Beginn sind etwa 15 Nieten und 15 Treffer im Beutel. Je mehr Fundstücke sich die Spieler sichern, desto schwieriger wird es, noch einen Treffer zu landen. Denn die Nieten kommen gemeinerweise wieder in den Beutel.

Einigen Spielern ist dieser Glücksanteil im Spiel zu hoch. Meiner Meinung nach bietet Jenseits von Theben allerdings eine gelungene Mischung aus Glück und ein bisschen Taktik. Mit den Grabungsbeuteln und den vielen Fundstücken und Spielkarten hat man richtig viel Spielzeug in der Hand. Der neuartige Zeitmechanismus ist ein Anreiz, das Spiel häufig aus dem Schrank zu holen.

ANDREAS HAAß


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