Notre Dame

notredam.jpg 21 KB Notre Dame ist ein Strategiespiel für drei bis fünf Spieler. Jeder Spieler hat seinen eigenen unregelmäßig achteckigen Spielplan, nämlich ein Pariser Stadtviertel, das jeweils aus acht kleineren Stadtteilen besteht, vor sich liegen. Das Originelle: Die Spielpläne der einzelnen Spieler ergeben zusammen den Gesamtspielplan. Dazu muss in der Mitte der einzelnen Spielfelder ein drei-, vier- oder fünfeckiges Spielfeld (je nach Spieleranzahl) dazugelegt werden, auf dem die Kirche Notre Dame abgebildet ist. Bei Notre Dame handelt es sich um ein ziemlich komplexes Spiel, das in mehrere Phasen gegliedert ist. Ziel ist es, die meisten Prestigepunkte zu erhalten. Da es nicht immer möglich ist, diese Punkte direkt zu erlangen, muss man den Umweg über Einflusssteine und Geldmünzen gehen.

Notre Dame
Verlag alea
Autor Stefan Feld
Spieler 2 bis 5
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Julia Homeier vier.gif 1 KB
Dirk Horster sechs.gif 1 KB
Nach einem etwas komplizierten Verfahren hat jeder Spieler drei Aktionskarten auf der Hand. Es gibt insgesamt neun verschieden Karten; nach dem Auswahlverfahren kann man aber auch dreimal die gleiche Karte auf der Hand halten. Reihum spielt jeder Spieler eine seiner Aktionskarten aus und legt einen seiner Einflusssteine in den entsprechenden Stadtteil seines Viertels und führt die zugehörige Aktion aus. So kann man z.B. Geldmünzen erhalten, neue Einflusssteine bekommen oder aber die gefürchtete Rattenplage eindämmen. Wiederholtes Einsetzen in denselben Stadtteil wirkt sich kumulativ aus. Man erhält entsprechend mehr Geld und Einflusssteine oder kann mehr Ratten töten. Außerdem kann man versuchen, Einfluss in der Kirche zu erlangen oder mit einer Kutsche Botschaften einzusammeln, die Geld und Prestigepunkte bringen. Von den ursprünglich drei Karten darf man leider nur zwei ausspielen. In der nächsten Phase kann man einflussreiche Pariser Persönlichkeiten mit seinen Goldmünzen bestechen, um sich weitere Vorteile oder aber auch Prestigepunkte (um die geht es eigentlich) zu sichern. Außerdem muss man sich spätestens hier Gedanken über die in der nächsten Phase einfallenden Ratten machen und versuchen, der Plage Herr zu werden. In der letzten Phase einer Runde wird der Rattenwert berechnet, der der Anzahl der Ratten auf den ausliegenden Personenkarten entspricht. Um diese Anzahl muss man den Rattenstein an seinem Rattometer vorwärts bewegen. Sollte man dabei über das vorgegebene Ziel hinausschießen, muss man Prestigepunkte abgeben und auch einen Einflussstein zurückgeben. Außerdem wird der Rattenstein nur ein Feld zurückgelegt.

Das Spiel geht über neun Runden. Immer nach drei Runden wird die Kathedrale Notre Dame ausgewertet und derjenige mit Prestigepunkten belohnt, der die meisten Einflusssteine dort abgelegt hat. Notre Dame ist ein Spiel, das genau so kompliziert ist, wie sich diese Beschreibung anhört. Die Spielidee und die Aufmachung sind wirklich nett, aber die Umsetzung ist leider etwas verwirrend.

JULIA HOMEIER


Ausgepackt!
Mister X e.V.