Maestro Leonardo

maestro.jpg 14 KB Maestro Leonardo, Meister Leonardo, so wurde er genannt, der große Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance. Beim Spiel Maestro Leonardo begnügen sich die Spieler mit einem seiner vielen Berufen und schlüpfen in die Rolle von Erfindern. Jeder Spieler startet mit anderen Bedingungen: d.h. verschiedene · Menge an Gulden · Anzahl an Lehrlingen · Art und Anzahl von Werkstätten · Art und Anzahl von Rohstoffen · Art und Anzahl von mechanischen Arbeitern In der Einsteigerversion ist für jeden Spieler genau festgelegt, welche Anfangsausstattung er erhält. In der Fortgeschrittenenversion, kann sich diese jeder Spieler selbst zusammenstellen. Maestro Leonardo besteht aus neun Runden, sieben Runden, in denen den Erfindern alle Möglichkeiten offen stehen und zwei abschließenden reinen Forschungsrunden. Auf dem Spielplan liegen immer die aktuellen Wünsche der Stadt aus, welche Geräte benötigt werden und erfunden werden sollen. Die Karten enthalten mehrere Informationen: Die Anzahl Arbeitswochen, die zur Erforschung notwendig sind, die benötigten Rohstoffe, so wie der Preis, der dafür bezahlt wird und eine von fünf Kategorie, der die Erfindung angehört.

Maestro Leonardo
Verlag Abacus
Autor F.Brasini,V.Gigli
S.Luperto & A.Tinto
Spieler 2 bis 5
Alter ab 8 Jahren
Wertung
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Jessica Puttin fuenf.gif 1 KB
Zu Anfang jeder Runde können die Erfinder neue Erfindungen beginnen, dazu schieben sie verdeckt die entsprechenden Rohstoffe unter eines ihrer Laboratorien. Als nächstes werden die Lehrlinge und der Meister an die Arbeit geschickt. Sie können entweder in eines der Laboratorien der Spieler eingesetzt werden oder sich in die Stadt begeben und dort einen der folgenden Orte zu besuchen: · Rat: Nutzen von Sonderaktionen · Werkstatt: Einkauf / Verbesserung von Werkstätten und mechanischen Menschen · Akademie: Einkauf von Lehrlingen · Rohstoffgebäude: Einkauf von Rohstoffen Der Startspieler beginnt und setzt an einen der Orte beliebig viele Lehrlinge oder den Meister. An einem Ort an dem bereits Lehrlinge stehen, dürfen keine mehr eingesetzt werden, sondern nur noch der Meister. Nachdem alle Arbeiter eingesetzt wurden, beginnt die Auswertung. Hier regiert mal wieder die Menge. Wer also die meisten Arbeiter an einem Ort stehen hat (Meister zählt wie zwei Lehrlinge), oder bei Gleichstand derjenige der als erstes da war, beginnt und darf die jeweilige Aktion kostenlos ausführen. Dann ist der Spieler mit den zweit meisten Arbeitern an der Reihe und darf die Aktion für zwei Gulden ausführen, der nächste für drei und der letzte für vier. Nachdem alle vertretenen Spieler einmal an der Reihe waren ist der erste wieder dran und darf die Aktion für den aktuellen Preis noch mal ausführen. Pro Ort wird also so lange weiter gespielt, bis die Aktion viermal ausgeführt wurde, oder alle Spieler gepasst haben. In der letzten Phase einer Runde wird an den Erfindungen gearbeitet. Jeder Spieler schiebt seinen Arbeitszeit-Marker für jeden Lehrling um ein Feld und für jeden Meister und mechanischen Arbeiter um zwei Felder nach vorne. Werden hierbei Erfindungen abgeschlossen (Marker erreicht die angegebene Arbeitszeit), so erhält der Spieler den entsprechenden Lohn. Falls er der einzige ist der in dieser Runde die Erfindung abschließt so erhält er auch die Erfindung. Sonst wird von allen, die sie abgeschlossen haben, ein verdecktes finanzielles Gebot abgegeben und der Spieler mit dem höchsten Gebot erhält die Karte. Der Besitz einer Erfindung bietet zwei Vorteile: Einmal liefert er möglicherweise Zusatzeinkommen am Ende des Spiels und zweitens verkürzt er die Arbeitszeit einer weiteren Erfindung aus der gleichen Kategorie um zwei Wochen. Sollte ein Spieler an derselben Erfindung arbeiten, aber noch nicht fertig sein, so gibt er dies bekannt und darf daran weiter arbeiten, erhält aber dann später nur noch eine geringere Entlohnung.

Abhängig von der Spielerzahl endet das Spiel, nach ein bis zwei Stunden, nach den letzten beiden Forschungsrunden, in denen die Arbeiter nur noch in den Laboratorien eingesetzt werden dürfen. Nun erhalten alle Spieler, die Erfindungen aus drei Kategorien besitzen acht Gulden, bei vier 13 Gulden und bei allen fünf 20 Gulden. Derjenige Erfinder, der nun das meiste Geld verdient hat gewinnt das Spiel. Maestro Leonardo ist ein gutes Spiel, das meiner Meinung nach zum besseren Kreis des diesjährigen Spielejahrgangs zählt. Da dieser aber insgesamt sehr viele gute Spiele hervorgebracht hat, wird es für Maestro Leonardo schwer fallen sich bei den Spielepreisen vorne zu zeigen. Für Gelegenheitsspieler ist das Spiel aufgrund des schwierigen Einstiegs und der hohen Komplexität nur sehr bedingt zu empfehlen. (Der Spielejahrgang hat genug schöne Spiele herausgebracht, die viel Spieltiefe bieten und trotzdem einfach sind. z.B.: Zooloreto oder Die Säulen der Erde.) Vielspieler erhalten für stolze 30 € ein bis auf den Preis sehr schönes taktisches Spiel. Am meisten zu empfehlen sind übrigens Partien in möglichst voller Besetzung, da ansonsten die aufwändigsten Erfindungen nicht ins Spiel kommen und nicht ganz so viel Gerangel in der Stadt ist.

RENE PUTTIN


Ausgepackt!
Mister X e.V.