Timbuktu

timbuktu.jpg 57 KB Hmm, Timbuktu, Timbuktu, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor., war der erste Gedanke der alteingesessenen Spieler vom Mister-X Spieleverein als das Spiel nach der Spiel 2005 eintraf. Ja richtig, das haben wir doch schon als Bastelversion aus dem Eigenverlag von Dirk Henn, erinnerte sich einer. Timbuktu wurde also schon vor einigen Jahren von Dirk Henn (Autor des Spiel des Jahres von 2003: Alhambra) im Eigenverlag angeboten und wird nun in einer überarbeiteten, wesentlich schöner ausgestatteten Auflage im Queen Games Verlag angeboten.

Timbuktu
Verlag Queen
Autor Dirk Henn
Spieler 3 bis 5
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Rene Puttin fuenf.gif 1 KBsechs.gif 1 KB
Jessica Dück sechs.gif 1 KB
Worum geht es nun in Timbuktu? Die Spieler leiten eine Karawane mit kostbarer Fracht durch die Wüste. Ziel des Spieles ist es nun mit noch möglichst voll beladenen Kamelen im Ziel Timbuktu anzukommen. Aber das ist nicht so einfach wie es klingt, denn die Reise verläuft in mehreren Etappen und bei jedem Zwischenstopp lauert große Gefahr durch Diebe, die es auf die kostbare Fracht abgesehen haben. Aber wie soll man sich denn davor schützen? Einen wirklichen Schutz gibt es nicht, wo die Diebe einmal geplant haben zuzuschlagen, da stehlen sie auch und zwar genau das, was sie sich vorgenommen haben. Und genau das sind die Informationen die die Spieler benötigen, aber leider nur unvollständig und teilweise recht spät erhalten. Wie verläuft nun eine Reise zur nächsten Etappe. Bei jedem Lager gibt es fünf Pferche, mit jeweils 5 Stellplätzen für die Kamele. In jeder Runde wählt jeder Spieler verdeckt ein Kamel, das er von der letzten Oase zur nächsten bewegen möchte, indem er die entsprechende Karte verdeckt vor sich auslegt. Nun beginnt der Startspieler der Runde und zieht sein Kamel, die anderen folgen im Uhrzeigersinn. Von einem Pferch kann ein Spieler immer kostenlos in zwei Pferche der nächsten Oase ziehen und stellt sein Kamel dort auf den ersten freien Stellplatz. Nun kommen die Informationen ins Spiel. Jede Pferchung wird jeweils an zwei Stellplätzen überfallen und es werden zwei bestimmte der insgesamt fünf Warensorten gestohlen. Von einem dieser fünf Überfälle wissen die Spieler bereits bevor sie ihre ersten Kamele setzen, von den anderen aber erst, nachdem schon die ersten Kamele sicher oder auch unsicher einquartiert wurden. So setzen die Spieler nun all ihre Kamele nacheinander in die neuen Pferchungen. Gefallen einem Spieler beide Wege, die ein Kamel kostenlos ziehen kann, nicht, so kann der Spieler eine der zu Anfang vier Waren des Kamels abgeben, um in einen anderen Pferch zu ziehen. Sind nun alle Kamele in der nächsten Oase angekommen, so werden die fünf Überfälle durchgeführt und von jedem betroffenen Kamel müssen alle Rohstoffe, die für den jeweiligen Überfall geplant waren, abgegeben werden. Das kann manchmal ganz schön bitter sein. Ist es nun nur Glück, die richtigen Informationen zu erhalten? Naja, ein bisschen Glück ist vielleicht dabei. Beispielsweise ob die erste Information ein paar sichere erste Züge liefert. Wenn diese zum Beispiel angibt, dass ein Pferch an Position 2 und 5 überfallen wird und man so sein Kamel sicher in den ersten Stellplatz dieses Pferches stellen kann. Aber da fängt das taktieren auch schon an und dieses wird mit dem Zuwachs an Informationen immer interessanter, denn mit der Information welcher Pferch überfallen wird, kennt man drei sichere Plätze. Jede Position wird aber auch nur genau zweimal überfallen. Weiß man also, die beiden Pferche in denen der vierte Stellplatz überfallen wird, so kann man seine Kamele beruhigt in den anderen Pferchen an diese Position stellen. Man kann aber beispielsweise auch eines seiner Kamele absichtlich dahin stellen, wo man weiß, dass ein Diebstahl stattfindet, wenn es keine der Waren trägt, die dort gestohlen werden.

Nach ca. einer Stunde endet eine Partie, wenn die Karawane in Timbuktu eingetroffen ist. Nun ist jede Ware so viel wert, wie die Anzahl, der auf der Reise gestohlenen Warenplättchen dieser Sorte. Es gewinnt derjenige Spieler, der den größten Warenwert nach Timbuktu geliefert hat. Die vielen Kombinatonsmöglichkeiten machen Timbuktu zu einem super Deduktionsspiel, bei dem man mal nicht den Mörder finden muss. Die Ausstattung des Spiels mit Holz-Kamelen ist sehr ansprechend, wodurch das Spiel sogar der kleinen Gruppe zu empfehlen ist, die bereits die Bastel-Version besitzt. Der Preis des Spiels von ca. 25 € ist meiner Meinung nach durchaus angemessen, so dass ich eine volle Kaufempfehlung aussprechen kann.

RENE PUTTIN


Ausgepackt!
Mister X e.V.