Im neuen großen Kinderspiel von HABA segeln wir mit unseren Schiffen von Schatzinsel zu Schatzinsel und versuchen dabei mehr Goldstücke von den Schatzinseln zu bergen als unsere Mitseefahrer.
Groß ist dabei wörtlich zu nehmen, denn der Spielplan wird vor dem Spiel aus vier Teilen in Schachtelgröße zusammengesetzt.
Aus dem blauen Meer ragen einige kleine Inseln ein paar Millimeter empor.
Sechs dieser Inseln sind mit einer Flagge und einem farblich gekennzeichneten Hafenbereich versehen.
Diese Bereiche versuchen wir mit unseren Schiffen zu erreichen, denn dann dürfen wir den Schatz der Insel an uns nehmen.
| Der schwarze Pirat | |
|---|---|
| Verlag | HABA |
| Autor | Guido Hoffmann |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 5 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster | ![]() ![]() |
Neben diesen handwerklich Können braucht der erfolgreiche Seefahrer auch ein wenig taktisches Geschick. Denn zeigt der Schiffswürfel nicht das Segelschiff, sondern den Piraten, dann geht es auf Enterfahrt. Schafft man es in drei Pusteversuchen ein fremdes Schiff zu berühren, dann muss der geenterte Mitspieler insgesamt drei Goldmünzen auf seine beiden Hände verteilen. Aus diesen darf der Piratenspieler eine auswählen und erhält die Münzen. Diese Option wird gegen ende des Spiels immer interessanter, denn dann sind die ertragreichen Inseln meist schon abgegrast. Das Spiel endet mit dem Sieg des reichsten Piraten, wenn alle Schätze gehoben sind.
Der schwarze Pirat überzeugt mit einer erstklassigen Ausstattung und einem wunderschönen Zugmechanismus. Die Kinder wollten immer noch eine und dann noch eine allerletzte Runde spielen. Aber auch danach war noch nicht Schluß. Im freien Spiel wurden eigene Varianten ausprobiert oder einfach nur eine Blasebalgpiaretnschlacht nachgespielt. Anzumerken bleibt, dass man einen hinreichend großen und, wegen der sonst störenden Kanten an den Puzzleteilen, flachen Tisch braucht um den sich alle Mitspieler frei bewegen können. Ach ja. Der schwarze Pirat wurde dieses Jahr zum Kinderspiel des Jahres gewählt. Meiner Meinung nach eine nachvollziehbare Entscheidung.
Dirk Horster