Endlich ein Spiel, bei dem man mit Scheiße Geld verdienen kann!
Die Spieler finden sich in die Rolle von geschäftstüchtigen Latrinenbetreibern im alten Römerreich zurückversetzt.
Geschäftsgrundlage bildet ein Donnerbalken, der über drei Sitzplätze verfügt.
Dort wollen Römer aller Art (Sklaven, Bürger und Senatoren) ihr Geschäft verrichten.
Als Spieler muss man dabei beachten, dass sich ein Senator, wie z.B. der altehrwürdige Titus Senilis, niemals neben einen Sklaven, wie z.B. Klomestos setzt.
Wo kämen wir denn da auch hin?!
Am pflegeleichtesten ist die Gruppe der Frauen.
Sie setzen sich bereitwillig neben jeden Nachbarn und sind außerdem in der Lage, sich zu zweit einen Platz zu teilen.
Hier bestätigt sich also das alte Vorurteil, dass Frauen eh nur zu zweit auf die Toilette gehen.
| Pecunia non olet | |
|---|---|
| Verlag | Goldsieber |
| Autor | Christian Fiore & Knut Happel |
| Spieler | 2 bis 6 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Julia Homeier | ![]() ![]() |
| Dirk Horster | ![]() ![]() |
Die Aktionskarten bilden den eigentlichen Gag bei diesem Spiel. Diese Karten darf jeder Spieler zu einem beliebigen Zeitpunkt seines Zuges ausspielen, um sich Vorteile zu verschaffen. Dazu gehört vor allem das Austauschen von lahmen, schlecht zahlenden Römern gegen zahlungskräftige Römer, die kurz sitzen. Nett ist auch die Erweiterung des Donnerbalkens um einen vierten Sitzplatz. Zum Glück kommt auch dieses Spiel nicht ohne Gemeinheiten aus: Statt sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, kann man auch den Mitspielern das Leben schwer machen, indem man z.B. die Klobesucher des Mitspielers mit einer kleinen Fischvergiftung straft, die die Sitzung entsprechend verlängert. Das Spiel ist beendet, wenn ein Spieler eine gewisse Anzahl an Sesterzen verdient hat. Ein nettes Kartenspiel für 2 bis 4 Mitspieler, wobei der Spaßfaktor eindeutig mit der Anzahl der Spieler steigt.
JULIA HOMEIER