Elasund

elasund.jpg 50 KB Elasund ist der Name der ersten Ortschaft, die die Siedler aus dem Buch Die Siedler von Catan auf der neu entdeckten Insel gründen. Außerdem bezeichnet es das neueste Spiel von Klaus Teuber aus der Siedler von Catan - Reihe. Ähnlich wie bei Candamir, dem Spiel aus dem Vorjahr, kann man auch hier wieder Grundzüge aus dem klassischen Siedler-Spiel erkennen.

Der rechteckige Spielplan stellt den Grundriss der zu errichtenden Stadt dar. Ziel ist es, selbst möglichst große, profitable Häuser in dieser Stadt zu bauen, und zu verhindern, dass dies den Mitspielern gelingt. Zu Beginn eines jeden Zuges würfelt der jeweilige Spieler die Erträge für alle Spieler aus. Dazu wird ein kleines Holzschiff am Rande des Spielfelds auf die entsprechende Augenzahl gesetzt und alle Gebäude, die sich in dieser Reihe befinden, liefern Gold- oder Machtkarten.

Elasund
Verlag Kosmos
Autor Klaus Teuber
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Julia Homeier vier.gif 1 KB
Rene Puttin fuenf.gif 1 KB
Interessant ist die anschließende Bauphase. Der Spieler kann sich beim Ausbau der Stadt zwischen der Errichtung von Stadtmauern, Kirchengebäuden, eigenen Häusern und neutralen Gebäuden entscheiden. Ziel ist es, Siegpunkte zu erhalten. Das kann direkt geschehen, indem man aufwändige, teure Gebäude errichtet (das ist erst im späteren Verlauf des Spiels möglich) oder indem man kleinere Häuser baut, die einem mehr Erträge in der Eingangsphase einbringen, mit denen man sich später die teuren Gebäude leisten kann. Stadtmauern und Kirchenelemente können direkt errichtet werden, für die anderen Gebäude benötigt man so genannte Baubriefe, die netterweise erst in der nächsten Phase ausgelegt werden können. Um seine Mitspieler zu ärgern, ist es sehr unterhaltsam, größere Gebäude so zu bauen, dass kleinere Gebäude abgerissen werden müssen. Mit dieser Idee ist man leider nicht allein! Jeder Spieler hat fünf verschiedene Baubriefe, die beim Ausspielen unterschiedlich teuer sind. Je größer der zu errichtende Gebäudekomplex desto mehr Baubriefe benötigt man. Der Gag an dieser Regel: Man kann unter bestimmten Bedingungen auch Baubriefe der Mitspieler nutzen. Das Platzieren der Baubriefe will also wohl überlegt sein. Manchmal ist es auch sinnvoll, auf diese Phase zu verzichten, um stattdessen Gold zu kassieren. In der abschließenden Sonderphase kann man mit Hilfe der Machtkarten ein paar nette Zusatzaktionen durchführen, wie z.B. seine Baubriefe verschieben, erhöhen oder die Karten in Goldtaler eintauschen.

Das Spiel ist genau so komplex, wie sich diese Beschreibung anhört. Aber wie bei allen Spielen aus der Siedler-Reihe kommt die Übung beim Spielen. Man sollte sich von seinem ersten Versuch nicht abschrecken lassen und dieses Spiel möglichst mit drei oder vier Personen spielen, auch wenn es zu zweit spielbar ist.

JULIA HOMEIER


Ausgepackt!
Mister X e.V.