Die Insel

dieinsel.jpg 17 KB Mit Die Insel legt uns Ravensburger das zweite Spiel der Touch & Play-Reihe vor. Nach King Arthur entführt uns Autor Reiner Knizia dieses Mal auf eine fiktive Südseeinsel. Dort erhalten wir von den ehemaligen Bewohnern den Auftrag, die vier Statuen der Insel zu erwecken, bevor der Vulkan diese mit Hilfe seiner Kreaturen zerstört.

Für alle diejenigen, die King Arthur nicht kennen, eine kurze Einführung in das Touch and Play Prinzip. Die Spielplanfelder sind alle über Leiterbahnen mit den Aktionsfeldern und der zentralen Ausgabeeinheit verbunden. Um einen Spielzug durchzuführen, bewegt man die Figur auf ein Feld und berührt gleichzeitig mit der anderen Hand eines der Aktionsfelder. Daraus resultierende Ereignisse werden vom Spiel kommentiert und man wird ggfs zu weiteren Aktionen aufgefordert. Hat es bei King Arthur mit der Leitfähigkeit noch gehakelt, läuft die Insel vom technischen Standpunkt aus sehr flüssig ab. Allein die Ausgabequalität ist leider nicht verbessert worden und so quäkt und scheppert es leidlich verständlich aus dem Vulkan.

Die Insel
Verlag Ravensburger
Autor Reiner Knizia
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Dirk Horster fuenf.gif 1 KB
Das Spielprinzip ist Recht einfach. Man wandert über den Plan und sammelt Relikte, die man wiederum in Steintafeln tauschen kann. Mit den Steintafeln erweckt man schließlich die Statuen und besiegt damit das Spiel. Ganz so einfach macht es das Spiel es einem nicht, denn nach einiger Zeit tauchen die Kreaturen auf dem Spielplan auf und blockieren die Zugänge zu den Spielplanfeldern. Die Kreaturen können mit Relikten und Steintafeln bekämpft werden. Das Spiel endet, sobald sich alle 7 Kreaturen auf der Insel befinden oder die Spieler alle 4 Statuen erweckt haben. Auf dem Weg dahin sammeln die Spieler Punkte in zwei Kategorien. Es gibt Punkte für den Fortschritt im Spiel, wie zum Beispiel für Steintafeln oder den Besuch bestimmter Spielfeldgruppen. Honoriert werden aber auch die Kämpfe gegen die Kreaturen. Wichtig ist dies bei der Bestimmung des Siegers, denn sollten die 7 kreaturen den Spielplan betreten haben, bevor die Spieler die erste Statue erwecken konnten, dann zählen zur Bestimmung des Gewinners nur die Punkte aus dem Kampf gegen die Kreaturen. Nach der Erweckung der ersten Statue zäheln alle Punkte für den Spielsieg.

Dieser feien Kniff macht die Insel zu einem sehr schönen Spiel, denn das Spiel gibt ab und an den Spielstand bekannt, berücksichtigt dabei aber immer alle erzielten Punkte. So kann man als kampferprobter Teilnehmer schon mal bewußt das Spielende provozieren, wenn man sich in den Kreaturduellen vorne sieht. Denn eigentlich ist Die Insel ein kooperatives Spiel, denn nur wenn alle Spieler an einem Strang ziehen, ist es möglich alle 4 Statuen zu erwecken. Allein das Minimalziel, die Erweckung einer Statue, gelingt Anfängern nicht immer im ersten Versuch.

Das Spiel kommt gerade bei Kindern sehr gut an. Bedingt durch den kooperativen Grundansatz des Spiel können auch jüngere Spieler beim Kampf gegen den Vulkan mitfiebern. Das Spiel kann dazu noch in drei Schwierigkeitsstufen gestartet werden. Die Spielabläufe in den einzelnen Partien ähneln sich zwar relativ stark, bieten jedoch immer noch genug Abwechslung, daß bei uns inzwischen der vierte Batteriensatz den Vulkan speist. Insgesamt ein äußerst gelungenes Familienspiel, dessen einziges großes Manko, die allenfalls ausreichende Ausgabequalität ist. Deshalb bleibt es hier bei 5 Würfelpunkten.

DIRK HORSTER


Ausgepackt!
Mister X e.V.