Mit Die Insel legt uns Ravensburger das zweite Spiel der Touch & Play-Reihe vor.
Nach King Arthur entführt uns Autor Reiner Knizia dieses Mal auf eine fiktive Südseeinsel.
Dort erhalten wir von den ehemaligen Bewohnern den Auftrag, die vier Statuen der Insel zu erwecken, bevor der Vulkan diese mit Hilfe seiner Kreaturen zerstört.
Für alle diejenigen, die King Arthur nicht kennen, eine kurze Einführung in das Touch and Play Prinzip. Die Spielplanfelder sind alle über Leiterbahnen mit den Aktionsfeldern und der zentralen Ausgabeeinheit verbunden. Um einen Spielzug durchzuführen, bewegt man die Figur auf ein Feld und berührt gleichzeitig mit der anderen Hand eines der Aktionsfelder. Daraus resultierende Ereignisse werden vom Spiel kommentiert und man wird ggfs zu weiteren Aktionen aufgefordert. Hat es bei King Arthur mit der Leitfähigkeit noch gehakelt, läuft die Insel vom technischen Standpunkt aus sehr flüssig ab. Allein die Ausgabequalität ist leider nicht verbessert worden und so quäkt und scheppert es leidlich verständlich aus dem Vulkan.
| Die Insel | |
|---|---|
| Verlag | Ravensburger |
| Autor | Reiner Knizia |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster | ![]() |
Dieser feien Kniff macht die Insel zu einem sehr schönen Spiel, denn das Spiel gibt ab und an den Spielstand bekannt, berücksichtigt dabei aber immer alle erzielten Punkte. So kann man als kampferprobter Teilnehmer schon mal bewußt das Spielende provozieren, wenn man sich in den Kreaturduellen vorne sieht. Denn eigentlich ist Die Insel ein kooperatives Spiel, denn nur wenn alle Spieler an einem Strang ziehen, ist es möglich alle 4 Statuen zu erwecken. Allein das Minimalziel, die Erweckung einer Statue, gelingt Anfängern nicht immer im ersten Versuch.
Das Spiel kommt gerade bei Kindern sehr gut an. Bedingt durch den kooperativen Grundansatz des Spiel können auch jüngere Spieler beim Kampf gegen den Vulkan mitfiebern. Das Spiel kann dazu noch in drei Schwierigkeitsstufen gestartet werden. Die Spielabläufe in den einzelnen Partien ähneln sich zwar relativ stark, bieten jedoch immer noch genug Abwechslung, daß bei uns inzwischen der vierte Batteriensatz den Vulkan speist. Insgesamt ein äußerst gelungenes Familienspiel, dessen einziges großes Manko, die allenfalls ausreichende Ausgabequalität ist. Deshalb bleibt es hier bei 5 Würfelpunkten.
DIRK HORSTER