Celtica

celtica.jpg 18 KB Die Wikinger haben einen Scherbenhaufen hinterlassen, zumindest beim Gesellschaftsspiel Celtica. Denn die Krieger haben wertvolle Amulette zerstört, die einst tapfere Kämpfer als Belohung bekamen. Die Spieler müssen sich aufmachen, die Einzelteile der wertvollen Schmuckstücke zu finden und wieder zu einem Amulett zusammenzustellen.

Der Spielplan zeigt die nördliche Hälfte Irlands und ist, wie sollte es auch sonst sein, ziemlich grün. Außerdem sind Dörfer, Kultplätze, Burgen und Klöster zu sehen, aber auch Ruinen. All diese Orte werden durch ein Wegenetz verbunden. Gespielt wird mit Druidenfiguren in fünf Farben. In jeder Farbe gibt es zudem zwölf Druidenkarten. Alle 60 Karten werden gemischt, jeder Spieler bekommt fünf Karten und es kann losgehen. Mit den Karten werden die Druiden bewegt, für jede ausgespielte Karte geht es einen Ort weiter. Dabei gilt: Alle Spieler dürfen, so sie die entsprechenden Karten haben, alle Druiden bewegen.

Celtica
Verlag Ravensburger
Autor Wolfgang Kramer
Michael Kiesling
Spieler 2 bis 5
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Andreas Haaß vier.gif 1 KB
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Der Ort, an dem der Druide ankommt, entscheidet, was passiert. Landet er in einem Kloster, Dorf oder an einer Burg bekommt der Spieler ein bis fünf Amulettteile als Belohnung. Er kann sich die aus neun offen ausliegenden Teilen aussuchen. Ein komplettes Amulett besteht auch immer aus neun Einzelteilen. Es gewinnt, wer die meisten kompletten Amulette hat. Landet der Druide in einer Ruine, wird der Spieler zunächst bestraft. Er trifft dort auf Wikinger und muss bis zu drei Amulettteile abgeben. Im Gegenzug sammelt er aber Erfahrungen, die ihm in Form einer zusätzlichen Druidenkarte zur Verfügung stehen. Damit kann der weitere Verlauf des Spiels flexibler gestaltet werden. Denn es gibt erst dann wieder für jeden fünf neue Karten, wenn alle Spieler ihre Karten ausgespielt haben. Das klingt zunächst nicht schlimm, wenn aber die nächsten drei Orte ausnahmslos Ruinen sind, wäre es manchmal besser, stehen zu bleiben. Nur das darf man eben nicht.

Celtica ist laut Spielschachtel ein Taktikspiel. Dies stimmt aber nur bedingt, denn sehr viel hängt von den gezogenen Karten ab. Somit ist die Glückskomponente sehr hoch. Wer solche Spiele mag, der erhält ein flottes, schnell zu verstehendes Spiel, bei dem die Mitspieler ganz schön geärgert werden können. Wer aber ein hochtaktisches Spiel im Fantasybereich erwartet (was die Schachtel vermuten lässt), der dürfte ziemlich enttäuscht sein.

ANDREAS HAAß


Ausgepackt!
Mister X e.V.