Aqua Romana

aquaroma.jpg 59 KB Das etwas andere Legespiel. Hier geht es nicht darum verschiedene Punkte miteinander zu verbinden, sondern um den Bau selbst. Man versucht möglichst lange Aquädukte zu errichten, die dann zum optimalen Zeitpunkt abgeschlossen werden müssen, da man sonst Gefahr läuft keine entsprechenden Punkte für sein Bauwerk zu kassieren.

Aqua Romana
Verlag Queen
Autor Martin Schlegel
Spieler 2 bis 4
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Dabei zieht man nicht willkürlich irgendwelche Plättchen, sondern muss mit Hilfe eigener Arbeiter und einer Reihe von um den Spielplan herum platzierter Baumeister, ausgehend von einem eigenen Wasserreservoir, seine Aquädukte bauen. Immer wenn ein Arbeiter in Sichtlinie mit einem Baumeister in einer Reihe steht, kann der Spieler, der an der Reihe ist, ein vom Baumeister vorgegebenes Plättchen an seinen Aquädukt anbauen. Danach wird geprüft ob ein Aquädukt, egal ob eigener oder fremder, geschlossen wurde, d.h. das er nicht mehr verlängert werden kann, weil beispielsweise ein anderes Plättchen den weiteren Weg versperrt. Der Arbeiter dieses Aquädukts wird dann auf der Wertungsleiste so platziert das die Punkte der Länge des Aquäduktes entspricht. Und das ist auch schon das knifflige an dem Spiel. Da jeweils nur ein Arbeiter auf der entsprechenden Punktzahl stehen darf, kommt der nächste, der ein Aquädukt gleicher Länge gebaut hat, auf das nächstniedrige Punktfeld. Bei 12 Arbeitern kann man sich vorstellen, das gerade der mittlere Wertungsbereich also schnell vollgestellt ist und man statt vielleicht 10 Punkte nur 4 oder 5 erhält. Es gilt also nicht nur vorausschauend und möglichst groß seine Bauvorhaben durchzuführen, sondern sie auch zum richtigen Zeitpunkt abzuschließen, denn nur so kann man am Ende mit den erfolgreichsten Arbeitern einen Sieg feiern.

Bei dem vorliegenden Spiel handelt es sich um ein Legespiel in der Tradition von Linie 1, Metro oder den Schlangen von Delhi. Es ist leicht zu erlernen und mit ca. 50 min. auch nicht zu langatmig. Das Spielmaterial ist ok., wenn auch die Arbeiter einen Tick größer hätten sein können. Obwohl das Grundprinzip bei allen Legespielen von Natur aus ja gleich ist, hat es der Autor verstanden durch die Wertungsregel ein Spiel zu kreieren das alles hat was ein gutes Spiel ausmacht. Man kann etwas taktieren, braucht etwas Glück, kann seinen Mitspielern ins Handwerk pfuschen und hat bei alledem viel Spaß beim Spielen, so das ich für dieses Spiel 5 Punkte vergeben kann.

NORBERT FELL


Ausgepackt!
Mister X e.V.