Mit dem Spiel des Jahres begibt man sich in unmittelbare Nähe der berühmten Niagarafälle.
Als Spieler bewegt man zwei Kanus auf den Stromschnellen des Niagara, um Diamanten am Ufer des Flusses abzubauen.
Es gibt fünf verschiedene Arten von Edelsteinen, die gesammelt werden können.
Gewinner ist, wer als erster vier Edelsteine derselben Art (z.B. vier weiße Diamanten), je einen Edelstein von jeder Sorte (also fünf verschiedene) oder aber sieben beliebige Juwelen eingesammelt hat.
Hört sich erst ein bisschen kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach.
Vor Spielbeginn müssen die Stromschnellen samt Wasserfällen aufgebaut werden.
Dazu muss das Material aus dem Karton geräumt werden, da sowohl der Spielkarton als auch der Deckel als Unterbau für das Spielbrett mit dem Niagara dienen.
Auf dem Spielbrett befindet sich eine Furche, die sich einmal längs über das Brett zieht und in die runde Plastikscheiben gelegt werden, die das Wasser symbolisieren sollen.
Auf der einen Seite des Spielplans befindet sich das Kanulager der Spieler.
Von hier starten alle Exkursionen und hier hoffen die Diamantenjäger nach erfolgreicher Tour mit Edelsteinen auch zurückzukehren.
Auf der anderen Seite liegen die Niagarafälle, die eine scheinbar magische Anziehungskraft auf einige Kanus haben und sie in den Abgrund reißen wollen.
| Niagara | |
|---|---|
| Verlag | Zoch |
| Autor | Thomas Liesching |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Julia Homeier | ![]() ![]() |
| Franz Haegel | ![]() |
| Birgit Pohl | ![]() |
Das Spiel des Jahres ist, wie angegeben, wohl ab 8 Jahren geeignet und kann mit 3 bis 5 Spielern gespielt werden. Es ist mit 30 bis 45 Minuten Spielzeit ein schnelles Spiel, das aber auch schon mal nach 15 Minuten entschieden sein kann. Das ist dann allerdings eher frustrierend (zumindest für vier von fünf Spielern). Für meinen Geschmack ist der Glücksfaktor etwas zu groß (die Strömung kann gerade als Startspieler nicht eingeschätzt werden). Andererseits gibt es Stellen im Spiel, an denen Züge der Mitspieler zu vorhersehbar sind oder man selbst in ein gewisses Schema gerät (viele spielen den Anfang immer identisch). Niagara ist aber ein Spiel mit einer originellen Spielidee, das außerdem mit den Holzkanus und den netten Plastikjuwelen sehr ansprechend aufgebaut ist.
JULIA HOMEIER