Die Mittelmeerinsel Kreta im 14. Jahrhundert zu besiedeln ist Thema des gleichnamigen Brettspiels aus dem Goldsieber-Verlag (Stefan Dorra). Die Spielzeit für 2-4 Spieler ab 11 Jahre beträgt cirka 60 Minuten.
Spielvorbereitungen: Auf dem ausgelegtem Spielplan werden die 16 Agrarplättchen offen in die entsprechenden Provinzen gelegt. Von den Kastellkarten werden 2 Karten offen und 9 Karten verdeckt neben den Spielplan gelegt. Dadurch ergeben sich 11 Spielrunden. Jeder Spieler erhält in seiner Spielfarbe 7 Charakterkarten und 15 Spielsteine die in ihren Formen Äbte, Schiffe, Kastelle, Städte und Völker darstellen.
Spielablauf: Das Spiel verläuft in Runden. Der Spieler, der am Zug ist, spielt eine seiner Charakterkarten aus und führt den entsprechenden Spielzug aus. Danach kommt der nächste Spieler zum Zug, usw.
| Kreta | |
|---|---|
| Verlag | Goldsieber |
| Autor | Stefan Dorra |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 11 Jahren |
| Wertung | |
| Jens Bruhse | ![]() |
| Franz Haegel | ![]() |
| Wilfried Nelles | ![]() |
Wertung: Die Zahl auf der links offen ausliegenden Kastellkarte zeigt an, welche Provinz gewertet wird. Die direkt angrenzenden Nachbarprovinzen werden ebenfalls gewertet. Dazu werden die einflussreichsten Spieler durch addieren der Einflusspunkte ihrer Spielfiguren in der Provinz ermittelt. Pro Abt, Schiff, Kastell und Volk erhält der Spieler einen, pro Stadt zwei Einflusspunkte. Die Siegpunkte sind in den Provinzen abgebildet. Der Spieler mit dem größten Einfluss erhält die volle Siegpunktzahl, der Zweitplazierte die Hälfte. Die Marker werden auf dem Spielplan entsprechend vorgesetzt. Nach der Wertung nehmen die Spieler ihre Charakterkarten wieder auf die Hand und die nächste Runde beginnt.
Spielende: Das Spiel endet wenn alle 11 ausliegenden Kastellkarten gewertet wurden. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.
Fazit: Durch die kurze und leicht verständliche Spielanleitung ist Kreta schnell erklärt. Das Spielmaterial ist ansprechend gestaltet. Auf dem gegen Spielende manchmal vollen Spielbrett die Übersicht nie zu verlieren und mit etwas Glück die nächsten Kastellkarten zu erahnen, ist der Schlüssel zum Spielerfolg bei Kreta. Einfach ausgedrückt: Top-Spiel
JENS BRUHSE