Irgendwie unattraktiv sieht die kleine, blaßblaue Schachtel im Carcassonne-Erweiterungsformat aus.
Ein auf einer Klippe stehender Wikinger blickt uns fragend an.
Im Hintergrund erkennt man eine mit kleinen Dörfern versehene hügelige Küstenlandschaft.
Ich möchte ihm zurufen: Nein, das Dorf dort unten ist nicht Carcassonne. Du spielst in einem eigenständiges Spiel.
Dieses Spiel heißt Fjorde. Es ist ein Spiel für zwei Spieler und erinnert dann doch wieder ein wenig an Carcassonne. Aber nur in der ersten der beiden Spielphasen. In dieser Phase bauen die Spieler aus zufällig gezogenen secheckigen Landschaftsplättchen eine Fjordähnliche Landschaft auf. Die Plättchen zeigen einen oder mehrere der drei vorhandenen Landschaftstypen (Wasser, Ackerland, Berge). Das Anlegen erfolgt in bester Carcassonne-Tradition, so dass alle Landschaftstypen überall genau aneinanderpassen. Dem Carcassonne-Spieler sollte auch bekannt vorkommen, dass man, nach dem Anlegen eines Plättchens, die Möglichkeit hat, dort einen seiner vier Höfe zu platzieren. Mit dem Anlegen des letzten Landschaftsplättchens endet die erste Phase und alle Ähnlichkeiten mit Carcassonne (Versprochen!).
| Fjorde | |
|---|---|
| Verlag | Hans im Glück |
| Autor | Franz-Benno Delonge |
| Spieler | 2 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Dirk Horster | ![]() |
Fjorde spielt sich locker und geschwind. Eine Runde dauert nur etwa 10 Minuten. Den in der Regel vorgeschlagenen 3 Runden pro Partie sollte demnach nichts im Wege stehen. Insgesamt ein nettes, flottes Spiel, um sich die Wartezeit auf die Mitspieler für ein großes Mehrpersonenspiel (wie Carcassonne; Oops, jetzt hab ich es doch noch einmal erwähnt) angenehm zu verkürzen.
DIRK HORSTER