Santiago

santiago.jpg 29 KB Westlich des afrikanischen Kontinents liegt im Atlantik die Kapverdische Insel Santiago. Ziel der Spieler ist es, möglichst zusammenhängende Plantagen zu erwerben und dadurch nach der Schlusswertung das meiste Geld zu besitzen. Aufgrund des heißen Klimas müssen diese ständig bewässert werden. Dazu müssen die Plantagen an das bereits vorhandene Kanalnetz angeschlossen werden. Diese Arbeiten führt der zuständige Kanalarbeiter aus. Die Entscheidung welche Plantagen er zuerst anschließt kann durch kleine finanzielle Zuwendungen positiv beeinflusst werden.

Spielvorbereitungen: Jeder Spieler erhält als Startkapital 10 Escudos, einen blauen Zusatzkanal und in seiner Spielfarbe 22 Ertragssteine sowie einen Vorschlagskanal. Die blaue Quelle wird als Ausgangspunkt für das Kanalnetz auf den Spielplan gestellt. Ein Spieler wird durch Auslosung zum Kanalaufseher. Die jeweils 9 Plantagen mit 1 oder 2 Pflanzen für Bananen, Zuckerrohr, Kartoffeln, Bohnen und Paprika werden als 5 verdeckte Stapel neben den Spielplan gelegt.

Santiago
Verlag Amigo
Autor Claudia Hely & Roman Pelek
Spieler 3 bis 5
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Jens Bruhse fuenf.gif 1 KBsechs.gif 1 KB
Dirk Horster fuenf.gif 1 KB
Durchschnitt 4,73
Spielablauf: Das Spiel verläuft abhängig von der Spielerzahl in 9 bis 11 Runden mit jeweils 7 Phasen. In der 1.Phase deckt der Kanalaufseher 4 Plantagen (bei 5 Spielern 5 Plantagen) auf. Danach geben die Spieler ein bisher nicht genanntes Gebot für die Plantagen ab oder passen. Der Kanalaufseher bietet als letzter. In der 2.Phase wird der Spieler mit dem niedrigsten Gebot oder der zuerst gepasst hat direkt zum neuen Kanalaufseher. In Phase 3 sucht sich der Spieler mit dem höchsten Gebot zuerst eine beliebige Plantage aus und platziert diese zusammen mit 1 oder 2 Ertragssteinen (je Pflanze einen) auf einem freien Feld des Spielplans. Danach folgen die anderen Spieler in der Reihenfolge ihres Gebots. Wichtig! Hat ein Spieler gepasst, legt er einen Ertragsstein weniger auf die Plantage. Um eine hohe Endwertung zu erzielen, ist es sinnvoll die Plantagen möglichst an Plantagen der gleichen Art und auf bewässerte Felder zu legen. In der nun folgenden Bestechungsphase können die Spieler dem Kanalaufseher für ein Geldgebot neue Bewässerungskanäle vorschlagen. Dazu wird der Vorschlagskanal entsprechend platziert. Die Mitspieler können bestehende Angebote unterstützen oder passen. Der Kanalaufseher kann nun für den gebotenen Geldbetrag ein Angebot annehmen oder sein eigenes Ziel verwirklichen. Der Kanal wird durch anlegen an das vorhandene Kanalnetz auf dem Spielplan platziert. Übergangslos folgt die 5.Phase. Pro Runde kann ein zusätzlicher Bewässerungskanal, beginnend beim linken Nachbarn des Kanalaufsehers, gelegt werden. In der 6.Phase wird geprüft, welche Plantagen mit mindestens einer Kante an einen Kanal grenzen. Bei Plantagen die nicht bewässert werden, wird ein Ertragsstein entfernt. Plantagen ohne Ertragsstein werden zur Wüste. In der letzten Phase erhält jeder Spieler 3 Escudos Entwicklungshilfe aus der Bank. Das Spiel endet wenn alle Plantagen auf dem Spielfeld liegen.

Wertung: Alle Plantagen die nach der letzten Runde nicht bewässert sind werden zur Wüste. Für bewässerte Plantagen bekommen die Spieler Geld. Dabei wird die Anzahl zusammenhängender Plantagen einer Art (auch die anderer Spieler) mit der Anzahl der eigenen Ertragsteine multipliziert. Beispiel: 4 Plantagen x 3 eigenen Ertragssteine = 12 Escudos Der Spieler mit dem meisten Geld gewinnt.

Fazit: Mit Santiago ist dem Amigo-Verlag ein wirklich tolles Spiel für 3- 5 Spieler ab 10 Jahre gelungen. Sind die Spielregeln bekannt beträgt die Spielzeit 60 Minuten bis 70 Minuten. Das Spielmaterial ist optisch sehr gut gestaltet und überfrachtet das Spiel nicht mit zu vielen Details. Die eindeutige und leicht verständliche Spielanleitung und ein interessanter und flüssiger Spielablauf mit Taktik- und Bietelementen machen das Spiel für mich zu einem Kandidat für den Titel Spiel des Jahres.

JENS BRUHSE


Ausgepackt!
Mister X e.V.