Saboteur

saboteur.jpg 25 KB Immer wieder treffen die Spitzhacken auf das harte Gestein. Wann endlich wird das Gold gefunden? Plötzlich, mit einem lauten Knall zerbricht der Stiel einer Sitzhacke. Es erlischt das Grubenlicht. Nur noch Dunkelheit. Die Saboteure haben zugeschlagen! Wer gewinnt den Wettlauf um den Goldschatz. Finden ihn die Goldsucher oder schaffen die Saboteure es dies zu verhindern? Wer von den Mitspielern sind die gemeinen Saboteure?

Spielvorbereitungen: Das Spielmaterial dieses Kartenspiels wird nach Wege-, Aktions-, Gold- und Zwergenkarten sortiert. Jeder Spieler erhält verdeckt eine Zwergenkarte und übernimmt damit eine zumindest vorläufig geheime Rolle als Goldsucher oder Saboteur. Von den 44 Wegekarten wird die Startkarte ausgelegt. Nach sieben Kartenbreiten Zwischenraum werden die 3 Zielkarten verdeckt ausgelegt. Auf einer ist der Goldschatz (das Ziel) auf den anderen sind Steine (die Nieten) abgebildet. Der Startaufbau hat somit eine T-Form. Die 40 Wege- und 27 Aktionskarten werden gemischt. Die Spieler erhalten abhängig von der Spielerzahl 4 bis 6 Karten auf die Hand. Die restlichen Karten bilden einen verdeckten Zugstapel. Die 28 Goldkarten bilden ebenfalls einen verdeckten Stapel.

Saboteur
Verlag Amigo
Autor Frederic Moyersoen
Spieler 3 bis 10
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Jens Bruhse sechs.gif 1 KB
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Durchschnitt 4,56
Spielablauf: Das Spiel verläuft in Runden. Der Spieler, der am Zug ist, hat drei Möglichkeiten eine Karte auszuspielen. Danach wird immer eine Karte vom Nachziehstapel gezogen. Erstens kann er eine Wegekarte auf den Weg von der Startkarte zu den Zielkarten ins Labyrinth legen. Eine Wegekarte muss an eine bereits liegende Wegekarte angelegt werden. Dabei müssen alle Wege auf allen Seiten genau passen. Die Goldsucher versuchen damit eine Verbindung vom Start zum Ziel zu legen. Die Saboteure versuchen dies zu verhindern. Um nicht sofort entlarvt zu werden, sollten sie dies aber nicht zu offensichtlich tun. Zweitens kann der Spieler durch Ausspielen einer Aktionskarte andere Mitspieler behindern oder helfen, Karten aus dem Labyrinth entfernen oder Informationen über die Zielkarten gewinnen. Die Karten werden grundsätzlich offen vor den Spielern abgelegt. So hindern Karten mit Abbildungen von zerbrochenen Lampen, Schubkarren oder Spitzhacken den Spieler am Weiterbau des Labyrinths. Entsprechende Gegenkarten heben diese Einschränkung wieder auf. Eine Steinschlagkarte ermöglicht es eine Karte aus dem Labyrinth zu entfernen. Saboteure bauen so Sackgassen. Goldsucher versuchen diese aufzuheben. Eine Karte mit Skizze ermöglicht es den Spieler unter eine Zielkarte zu schauen. Genutzte Aktionskarten werden nach der Nutzung auf den Ablagestapel gelegt. Drittens. Wenn ein Spieler keine Karte Ausspielen kann oder will, muss er passen. Er legt eine seiner Spielkarten verdeckt auf den Ablagestapel. Ende einer Runde. Erreicht ein Mitspieler eine Zielkarte, dreht er diese um. Zeigt diese einen Stein, wird weitergespielt. Zeigt sie den Goldschatz ist die Runde beendet. Zur Belohnung erhalten die erfolgreichen Goldsucher eine Goldkarte. Haben aber die Saboteure eine erfolgreiche Goldsuche verhindert, haben sie gewonnen. Dafür erhalten sie als Belohnung ebenfalls eine Goldkarte.

Spielende und Wertung: Das Spiel endet nach 3 Runden. Der Spieler mit den meisten Goldstücken auf den Goldkarten gewinnt.

Fazit: Saboteur aus dem Amigo-Verlag ist ein Kartenspiel für 3-10 Spieler ab 8 Jahren. Die Spielzeit beträgt cirka 30 Minuten. Durch die kurze und leicht verständliche Spielanleitung ist Saboteur schnell erklärt. Die Spielkarten sind sehr schön gestaltet und finden in einer kleinen Schachtel Platz. Dadurch ist das Spiel ideal zum Mitnehmen auf Reisen und in den Urlaub. Die gelungene Spielidee mit den geheimen Rollen und ein interessanter und flüssiger Spielablauf sorgen für die Wertung Top-Spiel.

JENS BRUHSE


Ausgepackt!
Mister X e.V.