Indus

indus.jpg 29 KB Ein leichtes und spannendes Familienspiel. Das weite Tal des grossen Indus verbirgt aufregende Geheimnisse - entdecken Sie die Zeugnisse der Uralten Harappa-Kultur Die schön gestaltete Schachtel im 'Alhambra'-Format aus dem Queen Games-Verlag macht richtig Lust auf ein Spiel. 2 bis 4 Mitspieler führen einen Forschertrupp und versuchen, die wertvollsten Fundstücke in den Ruinen des 6x6 Felder grossen Spielplans zu bergen. Die Ruinen erstrecken sich in der Regel über mehrere Felder, wobei sie sich auch überschneiden können. Bei jeder Ruine sind auch die Fundstücke vermerkt, welches das erfolgreichste Forscherteam am Spielende erhält. Es folgt eine kurze Beschreibung des Spielablaufes für 4 Mitspieler. Bei weniger Mitspielern variiert allein die Anzahl der Forscher pro Team.

Indus
Verlag Queen
Autor Wolfgang Panning
Spieler 2 bis 4
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Hanni Fell vier.gif 1 KB
Durchschnitt 3,83
Zu Beginn des Spiel bringen alle Mitspieler zunächst jewils zwei Forscher an den Start. Das heißt: Man legt einen Forscherstein neben eine Zeile bzw. Spalte des quadratischen Spielplans. Danach wird im klassischen Uhrzeigersinn weiter gespielt. In jedem Zug bringt dann ein Spieler einen seiner 12 Forscher auf den Spielplan. Dies geschieht in 3 Schritten. 1.Zuerst wird ein weiterer Forscher an den Start gebracht. 2.Danach kommt der bekannte 6-seitige Würfel ins Spiel. Ein Wurf bestimmt die Schrittweite eines der drei Forscher. Passt der Würfelwurf nun überhaupt nicht zu den drei eigenen am Start befindlichen Forschern, dann muss man nicht verzweifeln. Zwar besteht das Team zur Hälfte aus Arbeitern, die mit dem ersten Würfelwurf bewegt werden müssen. Aber es gibt auch Assistenten und Professoren, für die auch ein zweites bzw. drittes Mal gewürfelt werden darf. 3.Hat man sich für einen Forscher entschieden, dann wird dieser einfach die erwürfelte Anzahl Felder in seiner Zeile/Spalte auf den Spielplan gesetzt. Ist das Feld bereits durch einen anderen Forscher besetzt, dann wird der Ankömmling auf den Vorbesetzer gestapelt. Bei Indus gilt nicht die Regel Wer zuerst kommt, gräbt zuerst, sondern Wer zuletzt kommt, gräbt am besten! Dabei sollte man aber beachten, dass der zweite Forscher eines Spielers das Feld endgültig sichert und die Konkurrenz vertreibt. Dies wird sogar noch mit kleineren Fundstücken belohnt.

Sind alle Forscher auf dem Plan platziert, wird abgerechnet. Bei den Gebäuden zählen alle Forscher auf den entsprechenden Feldern. Bei allen anderen Ruinentypen zählen nur die sichtbaren, also zuletzt angekommenen. Der Spieler mit den meisten Forschern erhält die dort vorhandenen Fundstücke. Gewonnen hat natürlich der Spieler mit den in Summe wertvollsten Fundstücken.

Und was ist mit dem Spielreiz? Hält das Spiel, was es auf seiner Schachtel verspricht? Fangen wir mit den positiven Punkten an. Das Spiel ist, so finde ich, sehr gut gestaltet. Spielmaterial und Regel überzeugen bzw. lassen keine Frage offen. Der Spielpaln ist mittels Puzzle-Prinzip variabel gestaltbar und erlaubt so viele Partien mit immer wieder neuen Herausforderungen. Ob es allerdings so weit kommt, hängt stark von den Ansprüchen der Mitspieler ab. Denn man ist bei Indus dem Würfel gnadenlos ausgeliefert. Man kann zwar seine Forscher mehr oder weniger taktisch klug an den Start bringen. Aber, ob gut oder schlecht platziert entscheidet letztendlich dann doch nur der richtige Wurf zur rechten Zeit. Wem das nichts ausmacht, der wird sich bei Indus immer gut unterhalten fühlen. Für ein so vom Würfel dominiertes Spiel, dauert es mir, mit 45 bis 60 Minuten, dann aber doch zu lange.

DIRK HORSTER


Ausgepackt!
Mister X e.V.