Familienbande

fambande.jpg 45 KB In diesem Spiel geht es um das Vererben von Genen. Jeder der 2 bis 4 Mitspieler erhält ein Gen (=Farbe) verdeckt zugelost. Seine Aufgabe ist es nun, dieses Gen möglichst effektiv über mehrere Generationen weiter zu vererben. Es gibt insgesamt 5 verschiedene Gene. Jeweils drei von diesen finden sich auf den 70 Karten wieder. Diese zeigen ein Portrait des Familienmitglieds, sowie dessen Geschlecht. 3 Karten bilden den Anfang der gemeinsamen Auslage. Jeder Spieler erhält nun noch 5 Karten auf die Hand und schon kann es losgehen.

Familienbande
Verlag Winning Moves
Autor Leo Colovini
Spieler 2 bis 4
Alter ab 8 Jahren
Wertung
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Durchschnitt 3,63
Im Spielablauf hat man stets drei Optionen. Man kann eine Ehe schliessen. Dazu legt man einfach zu einer einzelnen Karte, eine Karte eines anderen Geschlechts. Dafür gibt es zwar keine Punkte, aber es ist eine gute Gelegenheit das eigene Gen ins Spiel zu bringen. Punkte erhält man für die zweite Option: Das Zeugen von Nachwuchs. Dabei muss sich der Nachwuchs allerdings komplett aus dem Genpool eines Ehepaars bedienen können. Dies bedeutet: Hat der Nachwuchs zwei Gene Segelohren und ein Gen volle Lippen, dann müssen diese drei Gene unter den sechs Genen des Elternpaares sein. Punkte erhalten dann alle Spieler, dessen Gene auf der Nachwuchskarte verhanden sind. Dabei gibt es um so mehr, je tiefer man sich im Stammbaum befindet. Als letzte Möglichkeit, kann man auch passen und eine neue Karte ziehen. Das Spiel endet mit der Geburt des 7. Nachkommen in der 5. Generation. Danach werden die Gene offenbart und man erhält noch Strafpunkte für die auf der Hand verbliebenden Karten. Gewinner oder Meistervererber, darf sich dann nennen, dessen Punktemarker am weitesten vorne liegt.

Famielenbande ist in der Reihe Spiel[kompakt] bei Winning Moves erschienen. Als kleine Spielerei, mit relativ hohem Glückfaktor, durch das zufällige Nachziehen der Karten, macht es durchaus auch öfters Spaß. Spannend ist es meist bis zum Schluss, da die Mitspieler kein Gen weit in Führung gehen lassen. Für den Hauptgang eines Spielemenüs ist es allerdings nicht zu empfehlen, eher als Vorspeise oder Appetitanreger. Aber diesen Anspruch haben die Spiele dieser Reihe auch gar nicht. Abstriche muss man bei der Gestaltung der Spielkarten machen. Obwohl sicherlich Geschmackssache, so sind Sie bei den meisten Spielrunden nicht gut weggekommen. Eindeutig misslungen ist jedoch die Punktezählleiste mit ihren viel zu klein geratenen Feldern. Insgesamt ein ordentliches kleines Spiel.

DIRK HORSTER


Ausgepackt!
Mister X e.V.