Einfach Genial

einfach.jpg 17 KB Einfach Genial, das nenne ich eine offensive Namensgebung. Mal sehen, was uns da in der edlen quadratischen Schachtel erwartet. Da ist zum ersten ein großer Spielplan mit einem sechseckigen Spielfeld, welches, wen wundert’s, aus vielen kleinen Sechsecken besteht. Dazu gibt es 120 Spielsteine, in der Form von zwei aneinander gesetzten Sechsecken, die jeweils zwei von sechs vorhanden Farben (bzw. Symbolen) zeigen. Schon hier ein Lob an Kosmos. Hier wurde endlich einmal auch an unsere farbenblinden Mitspieler gedacht. Von diesen Spielsteinen bekommt nun jeder Mitspieler 6 auf seine Ablagebank, die restlichen verschwinden im Nachziehbeutel.

Einfach Genial
Verlag Kosmos
Autor Reiner Knizia
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Dirk Horster fuenf.gif 1 KBsechs.gif 1 KB
Norbert Fell sechs.gif 1 KB
Thomas Krapohl fuenf.gif 1 KB
Birgit Pohl sechs.gif 1 KB
Durchschnitt 5,40
Das Spiel verläuft reihum. Ein Spielzug ist recht simpel, um nicht einfach zu sagen. Man platziert einen seiner Spielsteine auf dem Feld, wertet diesen und ergänzt seinen Vorrat aus dem Beutel. Die Wertung ist ebenfalls nicht schwierig. Man erhält für alle Felder, welche in gerader Linie ohne Unterbrechung die gleiche Farbe, wie auf dem gelegten Spielstein, zeigen, jeweils einen Punkt. OK, in einem Satz hört sich es nicht ganz so einfach an, wie es im Spiel nachher ist. Die Punkte werden pro Farbe auf einer eigenen Zählleiste für jeden Spieler festgehalten. Das Spiel endet, sobald kein Spielstein mehr auf dem Plan gelegt werden kann. Gewinner ist dann, und jetzt kommen wir zum genialen Teil, wer in seiner schlechtesten Farbe die höchste Punktzahl erreicht hat.

Ein hoher Punktestand in fünf der sechs Farben nützt einem demnach überhaupt nichts, wenn man die sechste Farbe vernachlässigt hat. In diesem Abrechnungskniff, liegt sehr viel Spielreiz verborgen, denn man muss bedenken, dass man die Spielsteine zufällig aus dem Beutel zieht. Da kann es durchaus zu Durststrecken in einer oder zwei Farben kommen. Umso wichtiger ist es, die Mitspieler genau zu beobachten und im richtigen Moment die Bildung von großen (=punkteträchtigen) zusammenhängenden Farbflächen einzuschränken oder zu forcieren. So ein planvolles Vorgehen ist natürlich bei 2 Mitspielern leichter zu bewerkstelligen, als in der Höchstbesetzung mit 4 Spielern. Dort ist man dem Zufall etwas stärker ausgeliefert.

Das Spiel hat mich in allen Besetzungen restlos überzeugt. Dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, zeigt auch ein Blick auf unsere Bestenliste. Dort steht Einfach Genial, das seinen Namen vollkommen zu Recht trägt, souverän auf Platz 1.

DIRK HORSTER


Ausgepackt!
Mister X e.V.