Alexandros

alex.jpg 37 KB Alexandros dreht sich um die Eroberungen Alexanders des Großen. Während eines Zuges wird zunächst die Spielfigur des Alexandros von den Spielern immer auf ein anderes Feld versetzt. Der Weg der Figur wird durch Holzstäbchen markiert, die zugleich als Begrenzungen für Teilgebiete des Spielplans dienen. Diese Provinzen müssen von den Spielern besetzt werden, um Punkte zu erzielen. Wer am Schluss die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Alexandros
Verlag Winning Moves
Autor Leo Colovini
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Franz Haegel drei.gif 1 KB
Norbert Fell vier.gif 1 KB
Durchschnitt 3,38
Zum Ziehen des Alexandros und zur Besetzung von Provinzen benötigt man Karten. Zu Beginn bekommt jeder davon eine auf die Hand. Jeweils zwei Karten liegen offen. Sie zeigen eines von fünf verschiedenen Symbolen. Diese Symbole befinden sich auch auf einer Reihe von Feldern des Spielplans. Entscheidet man sich für eine der beiden Karten, zieht Alexandros auf dem kürzesten Weg auf das nächste freie Feld mit dem entsprechenden Symbol. Dieser Weg wird markiert und der Spieler bekommt die ausliegende Karte auf die Hand. Der Spieler kann auch eine seine Handkarten spielen. Diese muss er allerdings abgeben. Anschließend hat der Spieler zwei Aktionen. Er kann wählen zwischen Karten ziehen, Provinzen besetzen oder übernehmen, Statthalter ablösen und Steuern erheben, wobei letztere Aktion nur einmal pro Zug ausgeführt werden kann. Karten erhält man vom Nachziehstapel oder von den beiden offen ausliegenden. Zum Besetzen einer Provinz muss man mindestens eine seiner vier Statthalterfiguren auf ein Symbolfeld in dieser Provinz stellen. Für alle weiteren Symbolfelder in der Provinz muss eine entsprechende Karte abgegeben werden. Die Übernahme einer Provinz kostet zusätzlich für die Ablösung des fremden Statthalters zwei Karten mit dem Symbol des Feldes, auf dem dieser Statthalter steht. Aus nicht mehr lohnenden oder mit mehreren Statthaltern besetzten Provinzen kann man seine Statthalter abziehen. Punkte erhält man durch das Erheben von Steuern. Man muss hierfür eine Karte mit dem Symbol eines Feldes mit einem eigenen Statthalter abgeben. Die Steuern werden allerdings dann in allen Gebieten - also auch den fremden - erhoben, in denen ein einzelner Statthalter steht. Für jedes der Felder ohne Symbol erhält man einen Punkt. Provinzen mit möglichst wenig Symbolfeldern und möglichst vielen freien Feldern sind also besonders lohnend.

Dies klingt alles nach einem hohen Anteil an Taktik und hört sich variantenreich an. Das Spiel kann diese Erwartungen allerdings nicht erfüllen. Der Spielraum des Einzelnen ist doch erheblich von den ausliegenden Karten begrenzt. Ein einmal gewonnener größerer Vorsprung eines Spielers ist nur sehr schwer durch die Übernahme von Gebieten dieses Spielers aufzuholen, so dass der Sieger oft schon frühzeitig feststeht. Schließlich ist es auch vorgekommen, dass gegen Ende des Spieles ein Spieler über mehrere Runden praktisch keine sinnvollen Alternativen mehr hatte. Dies ist absolut unbefriedigend. Insgesamt kann ich dieses Spiel deshalb nicht mehr als gut bewerten. Regeländerungen könnten das an sich sehr interessante und ansprechende Spielprinzip vielleicht retten.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.