Der kleine Prinz
Sich an ein Buch mit einem gewissen Kultstatus zu wagen, ist sicherlich für einen Spieleautor ein gewisses Risiko.
Kai Haferkamp ist es zumindest gelungen, den Geist des Buches in sein Spiel zu übertragen.
Echte Anhänger des kleinen Prinzen und eingeschworene Spieler wird das Spiel dennoch zumeist enttäuschen, da es auf der einen Seite mit dem Buch selbst nicht sehr viel zu tun hat und andererseits die große Spannung fehlt.
| Der kleine Prinz |
| Verlag |
Kosmos |
| Autor |
Kai Haferkamp |
| Spieler |
3 bis 6 |
| Alter |
ab 10 Jahren |
| Wertung |
| Franz Haegel |
 |
| Aggi Vosen |
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Ziel des Spiels ist es gemeinsam den kleinen Prinzen zum Fuchs zu bringen.
Gewonnen hat, wer am Ende die meisten seiner Sterne auf den Spielplan legen durfte.
Dieses Recht erhält man durch das Lösen von Aufgaben aus vier verschiedenen Kategorien.
Jeder Spieler bekommt einen Satz von Aufgabenkarten auf die Hand.
Welche dieser Karten gespielt wird, darf jeder selbst entscheiden.
Eine Sorte von Karten zeigt Strichzeichnungen, die man mit Worten oder durch Ergänzung der Zeichnungen innerhalb einer bestimmten Zeit erklären muss.
Mit Hilfe von Bewertungsplättchen geben die Mitspieler ein Votum ab, um die beste oder lustigste Erklärung zu honorieren.
Die drei Erstplatzierten dürfen 3, 2 bzw. 1 Stern(e) ablegen.
Eine andere Aufgabe ist es, zu einem bestimmten Thema etwas zu zeichnen, was die Mitspieler vor Ablauf der Sanduhr erraten müssen.
Gelingt dies, so darf der erfolgreiche Mitspieler drei Sterne und der Zeichner zwei Sterne ablegen.
In der dritten Kategorie müssen die Mitspieler innerhalb des Zeitlimits herausfinden, woran man sich zu einem bestimmten Thema erinnert.
Man darf nur mit Ja oder Nein antworten.
Gelingt dies einem der Mitspieler, erfolgt die Wertung entsprechend zur Zeichenaufgabe.
Die vierte Aufgabenart hat nun direkt mit dem Buch zu tun.
Es müssen Zitate aus dem kleinen Prinzen ergänzt werden.
Der Spieler, der die Aufgabe stellt darf wetten, wie viele Mitspieler richtig antworten.
Die korrekte Antwort und der richtige Tipp sind jeweils zwei Sterne wert.
Für jedes Sternbild, das voll wird, darf der kleine Prinz weiter in Richtung des Fuchses ziehen.
Wird eine Aufgabe nicht gelöst, so bewegt sich der Fuchs auf seine Höhle zu.
Ist er darin verschwunden, so haben alle Spieler verloren.
Erreicht der kleine Prinz den Fuchs, so gewinnt der Spieler, der am wenigsten Sterne vor sich liegen hat.
Der kleine Prinz ist also ein kommunikatives Spiel, das Liebhabern durchaus gefallen kann.
Es ist auf seine Art liebenswert.
Ich persönlich stufe es als gut ein.
Für echte Spielfreaks dürfte es etwas zu langsam und sanft sein.
Für Familien und Jugendgruppen kann es aber doch ein ganz nettes Spiel sein.
FRANZ HAEGEL