Schlecht ist Magna Grecia nicht, aber anstrengend.
Rund 75 Minuten lang muss man den Spielplan fest im Blick haben und das stört bei dem ansonsten interessanten Mechanismus.
Auf dem mit einem Sechseck-Raster überzogenen Spielplan gilt es Städte zu bauen, diese bzw. die abgedruckten Dörfer und die zu Beginn mit Orakeln versehenen Felder mit Straßen zu verbinden und Städte oder Dörfer mit Märkten zu versehen. Wieviele Städte man gründen bzw. erweitern darf, wieviele Straßen gebaut und Plättchen nachgezogen werden dürfen, regelt ein Rundenkärtchen. Darauf ist auch die Spielerreihenfolge vorgegeben. Jeweils zwei von den drei aufgedruckten Aktionen sind möglich. Nach 12 Runden ist Schluss und es werden die Punkte verteilt. Die gibt es für Märkte und zwar pro Markt in der eigenen Farbe so viele Punkte wie vom Standort aus Verbindungen zu anderen Märkten oder zu Orakeln führen, sofern mindestens einer der angebundenen Märkte auf einer eigenen Stadt steht.
| Magna Grecia | |
|---|---|
| Verlag | Clementoni |
| Autor | Michael Schacht Leo Colovini |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Reiner Stockhausen | ![]() ![]() |
| Norbert Fell | ![]() ![]() |
Punkte gibt es außerdem für Orakel. Sobald ein Orakel per Straße mit einer Stadt verbunden ist, wird es in diese Richtung gedreht. Wird es an eine Stadt angebunden, die mehr Verbindungen aufweist, ändert es seine Richtung. Auch hier muss man ständig den Spielplan im Blick haben und zählen, wie viele Verbindungen die Städte aufweisen. Nicht immer leicht, da manchmal mehrere Verbindungen lediglich zu einem Ziel führen. Leider ist Magna Grecia nicht so überwältigend, dass man die beschriebenen Schwachpunkte gerne in kauf nimmt. So bleibt das Spiel wohl öfter im Schrank, als es dies eigentlich verdient hat.
REINER STOCKHAUSEN