Weder Name noch Karton führen dazu, mein Interesse für den Inhalt zu wecken.
Eher schon der Autorenname Reiner Knizia.
Ein alter Bekannter ,der mit Samurai oder Ra und auch mit Exxtra einige meiner Lieblingsspiele erfand.
Leider ist das Thema des Spiels dann auch vom besagten Ra und von Durch die Wüste abgekupfert, was der Sache keine besondere Originalität verleiht.
Das Spielmaterial besteht aus verschiedenen Markern , 121 Karten mit unterschiedlichen Bedeutungen, Pyramiden ,einen Tempel, Übersichtskarten und natürlich einem Spielplan mit Wertungsleiste.
Ziel ist es, die meisten Punkte nach zwei Epochen zu erzielen.
Eine Epoche geht über 3 mal fünf Phasen, insgesamt bedeutet das eine Spielzeit von ca.90 - 120 Minuten.
Leider ist es, wie sehr oft, nur ab drei Spielern spielbar.
| Amun-Re | |
|---|---|
| Verlag | Hans im Glück |
| Autor | Reiner Knizia |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Wilfried Nelles | ![]() |
| Dirk Horster | ![]() |
Nach einmal verstandenen Spielregeln ist der Spielverlauf flüssig , der Prickelfaktor leider mäßig. So hat sich z.B. aus Goldmangel die Opferhöhe in einigen Spielen fast nie verändert. Alle reichhaltig möglichen Spielzüge dienen nur dazu, Gold einzunehmen, um Pyramiden zu bauen oder an einige Bonuspunkte durch Karten zu kommen. Spannung entstand in allen Spielen eigentlich immer erst kurz vor dem Ende, wenn es darum geht, auf Teufel komm raus Mehrheiten an Pyramiden etc. zu bekommen. Einen wesentlich Unterschied zwischen dem Drei- und Fünfpersonenspiel ist mir nicht aufgefallen, da die Grundmenge der Provinzen davon abhängig gemacht wird. Obwohl eigentlich Knizia – Fan kann ich mich nicht zu mehr als vier Würfelpunkten durchringen. Das Spiel ist grundsolide und durchdacht, aber es fehlt durchgängig in allen Aspekten (Karton , Ausstattung, Spielidee und Spielumsetzung) am Besonderen.
WILFRIED NELLES