Mexica

mexica.jpg 18 KB Die Aufmachung von Mexica erinnert unweigerlich an Tikal, das Spiel des Jahres 1999. Wenn auch einige Parallelen bestehen, so handelt es sich aber doch um ein anderes Spiel. Die Konkurrenten streiten um Siegpunkte, die sie durch Gründen von Bezirken und durch Bauen erhalten. Das Spiel läuft in zwei Runden ab. Acht Plättchen mit Zahlen bestimmen die Größe der Bezirke in der ersten Runde. Jeder Spieler stellt eine Figur in eines der Starfelder und zieht sie im späteren Verlauf über den Spielplan. Pro Schritt benötigt er einen Aktionspunkt. Davon hat er in jeder Runde sechs. Als weitere Aktionen kann der Spieler Kanalteile legen und so Bezirke bilden, Brücken bauen, Gebäude errichten oder maximal zwei Aktionsplättchen pro Runde kaufen. Diese kann er in späteren Runden abgeben und so zusätzliche Aktionspunkte einsetzen. Bezirke gründen kann man nur, wenn man bereits darin steht oder hineinzieht. Die Zahl der Felder muss dabei derjenigen auf einem ausliegenden Plättchen entsprechen. Das Gründen kostet nichts. Der Gründer erhält die Hälfte der Zahl der Felder als Punkte, die auf einer Wertungsleiste gezählt werden. Diese Zahl ist ebenfalls auf den Plättchen vermerkt. Halbe Punkte werden bei diesem Spiel in jedem Fall aufgerundet. Jeder weitere Spieler, dessen Figur in dem Bezirk steht erhält die Hälfte der Punktzahl.

Mexica
Verlag Ravensburger
Autor Wolfgang Kramer
Michael Kiesling
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Franz Haegel vier.gif 1 KB
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB
Will ein Spieler in einem Bezirk bauen, so muss die Spielfigur ebenfalls dort stehen. Die Gebäude, von denen jeder Spieler ein gewisses Kontingent besitzt, haben Wertigkeiten von eins bis vier. Dies entspricht den Aktionspunkten die abzugeben sind. Kanäle überwindet man mit Hilfe von Brücken, deren Errichtung einen Aktionspunkt kostet. Außer über Landfelder und Brücken kann auch von Brücke zu Brücke gezogen werden, was ebenfalls je einen Aktionspunkt kostet. Sind die Brücken aufgebraucht, können bestehende gegen einen Aktionspunkt versetzt werden. Das Ziehen von Brücke zu Brücke erlaubt das Ziehen über größere Distanzen, da auch über den das Land umgebenden See gezogen werden kann. Sind alle acht Bezirke gegründet und setzt ein Spieler sein letztes Gebäude, so wird die Runde zu Ende gespielt und es erfolgt die Zwischenwertung. Der Spieler mit den wertvollsten Gebäuden in einem Bezirk bekommt soviele Punkte, wie der Bezirk Felder hat, der zweite die Hälfte und er Dritte die Hälfte des Zweiten. Danach werden weitere sieben Plättchen aufgedeckt und der Spieler erhält seine restlichen Gebäude. Die zweite Runde wird wie die erste gespielt und auch gewertet, mit der Ausnahme, dass jetzt auch gebildete aber nicht gegründete Bezirke gewertet werden. Zusätzliche fünf Punkte erhält man, wenn sich die eigene Spielfigur bei der Wertung auf einem der Startfelder befindet. Dafür lohnt es sich dann vielleicht die kostspieligste Zugmöglichkeit zu nutzen, nämlich für fünf Aktionspunkte auf ein beliebiges Feld zu ziehen.

Mexica ist ein gutes Spiel das jedoch einige kleinere Schwächen hat, so ist es mit zunehmender Spieldauer fast immer möglich, die wertvollsten Bezirke zu gründen. Dies verleiht der Reihenfolge der Spieler eine gewisse Wichtigkeit. Allerdings müssen die so erworbenen Punkte nicht entscheidend sein, da durch die Gebäude mehr Punkte erzielt werden können. Auch neigt das Spiel trotz der vielfältigen Möglichkeiten etwas zur Routine und ist somit sicher kein Dauerbrenner. Vier Punkte hat Mexica aber auf jeden Fall verdient.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.