Wer noch nie in Cairo war, aber Ehrgeiz besitzt, um sich am Bau der lukrativen Pyramiden zu beteiligen, hat jetzt die beste Gelegenheit dazu.
Allerdings muss man höchste Fingergeschicklichkeit und clevere Taktik besitzen, um die Bausteine von den Schiffen auf die Bauplätze zu befördern.
Denn nur, wer die meisten seiner Bausteine (15 kleine, 1 großer, 1 Würfel-Baustein) vom eigenen Nilschiff aus an Land katapultiert (schnippst), kann bester Baumeister vom Nil werden.
Bei mehr als zwei Spielern gewinnt die Partie an Würze, wobei reihum jeder Mitspieler alle Bausteine einer Farbe erhält und auch spielt. Dabei zeigt der Nil-Würfel (üblicher 1 bis 6 Augenwürfel) an, wieviele Schritte das Schiff auf dem breit angelegten Fluss zu bewegen ist. Gleichzeitig legt er damit auch den Schnippsfinger fest, dies kann bei 2 der Zeigefinger sein, bei 4 der Ringfinger, bei 6 hat man freie Auswahl. Ratsam also: Üben, üben, üben!
| Cairo | |
|---|---|
| Verlag | Schmidt |
| Autor | Günter Burkhardt |
| Spieler | 2 bis 5 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Evelyn Lehnert | ![]() |
| Dirk Horster | ![]() |
Allerdings kann es auch passieren, dass trotz vielen Übens schlecht katapultiert wird, d.h. die Bausteine treffen nicht das Bauwerk, sondern den dazugehörigen Wüstenbereich. Diese Steine dürfen erst auf dem rückweg wieder eingesammelt und erneut als Geschoss benutzt werden. Steine jedoch, die die ins Wasser fallen bzw. ausserhalb des Spielplans auftreffen, sind verloren. Will man den Verlauf etwas prickelnder gestalten, sollte versucht werden, den gegner in den Nil oder vom Spielbrett zu schubsen.
Das Spiel endet, wenn nur noch das Schiff eines Spielers auf dem Plan steht. Jetzt erfolgt die Wertung, die einige Verwirrung aufkommen lässt - spannend, wer sie entwirren kann. Günter Burkhardts Spiel ist nett für Kinder bis Jugendliche - Erwachsene, so befürchte ich - greifen nur einmal danach.
EVELYN LEHNERT