Wir schreiben das Jahr 1906.
Die amerikanische Stadt San Francisco ist durch ein schweres Erdbeben fast völlig zerstört worden.
Unsere Aufgabe als Investor ist es, möglichst prestigeträchtige Stadtviertel wieder aufzubauen.
Denn wer am Ende das höchste Ansehen genießt, gewinnt das Spiel.
Die Stadt breitet sich in fünf Reihen zu je sieben Feldern vor uns aus. Um diese Flächen wieder mit Leben zu füllen, müssen wir uns die Mehrheit an Investitionsrechten sichern. Diese Rechte werden durch Ausschreibungen vergeben. Und damit sind wir beim Spielprinzip. In jeder Runde müssen vier Aktionen getätigt werden: Ausschreibungskarte ziehen, Ausschreibung durchführen, Investieren und Ausschreibungskarten ablegen.
| San Francisco | |
|---|---|
| Verlag | Amigo |
| Autor | Thorsten Löpmann Andreas Wetter |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 12 Jahre |
| Wertung | |
| Andreas Haass | ![]() |
San Francisco, dass ist eine gut dosierte Mischung aus Glück und Taktik. Welche Viertel auf welche Weise ersteigert werden können, das bestimmt der Zufall in Kartenform. Wie lange man mitsteigert, das muss jeder Spieler selbst entscheiden. Da gehört dann eben eine gehörige Portion Bluff und Geschick dazu. Denn das Geld oder die Einflusspunkte können sehr schnell verbraucht sein. Aktionskarten helfen da manchmal, den Vorrat wieder zu erhöhen. Doch auch da spielen Glück und Geschick eine große Rolle.
Eigentlich ist die Idee recht hübsch umgesetzt. Der Spielplan mit den zu errichtenden Stadtvierteln, die Einfluss- und Prestigeskalen, das passt alles. Leider sind bei der ersten Auflage allerdings die Stadtviertel völlig misslungen. Die Farben sind sehr blass und es fällt schwer, die einzelnen Plättchen den passenden Vierteln zuzuordnen. Außerdem fehlt dem Spiel eine Kurzanleitung. Einfach eine Übersicht über die Viertel mit ihren Prestigepunkten und schon wäre das Problem gelöst. Laut Verlagsangaben soll der Missstand in der nächsten Auflage behoben werden.
ANDREAS HAASS