Gnadenlos!

gnade.jpg 10 KB Das neue Teuber Spiel ist da und die Geier warten schon, wie es so schön auf dem Karton heißt. Die Spieler verschlägt es in den wilden Westen, genauer nach Tuzza City zum Gold schürfen. Aber anstatt uns selbst die Hände schmutzig zu machen bedienen wir uns mittelloser Abenteurer, die für ein paar Dollar die Arbeit erledigen, so dass wir in der Hierarchie der angesehensten Bürger von Tuzza City aufsteigen können.

Gnadenlos!
Verlag Kosmos
Autor Klaus Teuber
Spieler 3 oder 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB
Aggi Vosen sechs.gif 1 KB
Vor Spielbeginn erhält jeder Spieler zwei Abenteurer und dreizehn Schuldscheine einer Farbe um seine Spießgesellen zu bezahlen. Der Spielablauf besteht aus drei Phasen. Zunächst wird eine Ereigniskarte aufgedeckt und ausgeführt. Es gibt drei Ereignisse; Goldrausch (so kommt man an seine Nuggets), High Noon (so wird man lästige Konkurrenz los und bekommt sogar noch Geld dafür) und Falschspiel (auch auf diese Weise kann man an Reputation gewinnen). Als nächstes können sich die Spieler Ihr Ansehen mit Gold auch erkaufen. Zuletzt werden dann neue Abenteurer angeheuert und das ist der Kniff an der Sache. Um die Gunst der Abenteurer zu gewinnen muss für Sie mit den Schuldscheinen geboten werden. Der Spieler mit dem höchsten Gebot wählt einen Abenteurer aus und legt die gebotenen Schuldscheinen verdeckt auf den sogenannten Markt. Ist dieser voll kommt es zum Zahltag. Jetzt werden mittels eines Würfels Schuldscheine wieder herumgedreht und müssen von den entsprechenden Spielern mit Nuggets zurückgekauft werden. Haben Sie nicht genug Nuggets kommt der erste Pleitegeier. Das Spiel endet, wenn ein Spieler seinen dritten Geier erhält, wenn beim Duell um High Noon zum siebten mal einer ins Gras beißen musste oder wenn ein Spieler das Reputationsziel erreicht.

Gnadenlos ist ein Spiel für zwischendurch, daher passt es auch gut in die Kosmos Reihe Spiele für viele. Es ist gut durchdacht und graphisch schön aufgemacht. Lediglich die Steckhüte als Spielfiguren finde ich etwas daneben, das ist aber Geschmackssache. Im Grunde genommen sind alle Voraussetzungen für eine hohe Punktzahl gegeben und trotzdem. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, 4 oder 5 Würfelpunkte. Beim ersten Spielen habe ich nur vier Punkte gegeben, obwohl wir viel Spaß hatten. Ich fand das der Spielablauf zu viele Wiederholungen aufwies, es also im Spielverlauf nicht immer wieder zu neuen Situationen kommt, auf die man reagieren muss. Trotzdem halten sich Glück und taktisches Geschick die Waage. Alles in allem also doch 5 Punkte?

NORBERT FELL


Ausgepackt!
Mister X e.V.