Der Garten des Sonnenkönigs Ludwig XIV. war zu seiner Zeit Vorbild für viele Fürsten Europas, so auch für einen reichen Grafen, der seinen Verwalter beauftragte eine Anlage von gleicher Pracht bauen zu lassen.
Die Spieler ersteigern hierzu die 24 Felder des Spielplans, die zu mehreren sich teilweise überschneidenden Projekten zusammengefasst sind.
Die Reihenfolge der Versteigerung wird durch die Gebote der Spieler festgelegt.
Es wird immer das Feld versteigert, auf dem der Verwalter steht, falls es noch frei ist, ansonsten das nächste unbesetzte Feld.
Die Spieler bieten oder passen, solange bis eine Runde kein höheres Gebot abgegeben wird.
Dabei kann man nach dem Passen auch wieder in eine laufende Versteigerung eingreifen.
Während des Bietens wird dabei der Verwalter immer so viele Felder von seinem ursprünglichen Platz bewegt, wie das höchste Gebot ausmacht.
Der Meistbietende erhält den Zuschlag.
Er zahlt die genannte Summe, markiert das Feld mit einem Holzklötzchen und erhält dafür einen Glasstein, dessen Wert je nach Farbe 1 bis 3 Luoidor beträgt.
Die Auszahlung erfolgt, wenn ein Projekt fertiggestellt ist.
Dann erhalten die daran beteiligten Spieler zusätzlich einen Glasstein für jedes ihrer Felder im gerade fertiggestellten Projekt.
Anschließend bekommen alle Spieler die allen ihren Glassteinen entsprechende Summe an Geld.
Falls ein Spieler in Geldnot gerät, kann er sich bei der Bank Geld leihen, muss aber bei der nächsten Wertung das doppelte wieder zurückzahlen.
Gewonnen hat am Ende der Spieler mit dem meisten Geld.
Bei Gleichstand entscheidet die Wertigkeit der Glassteine.
Das Spiel endet, wenn nur noch zwei Felder zu versteigern sind oder ein Feld nicht versteigert wird.
| Der Garten des Sonnenkönigs | |
|---|---|
| Verlag | Noris |
| Autor | Günter Cornett |
| Spieler | 2 bis 5 |
| Alter | ab 10 Jahre |
| Wertung | |
| Franz Haegel | ![]() |
| Evelyn Lehnert | ![]() |
Der Garten des Sonnenkönigs ist leider ein Beispiel dafür, wie ein Spiel mit einem an sich guten Spielprinzip durch eine wenig ansprechende Thematik, eine schlechte Ausführung und einige Unzulänglichkeiten in der Regel verdorben werden kann. Das Thema ist weder mitreißend noch vollkommen stimmig. Der Spielplan ist leider sehr unübersichtlich und auch nicht besonders schön. Die in der Regel angegebene Zahl der Glassteine stimmt nicht mit der auf dem Spielplan und den vorhandenen Steinen überein. Wenigstens stimmen diese aber untereinander. Die Regel ist in Aufbau und Formulierung deutlich überarbeitungsbedürftig. Letztlich kann das Spiel höchstens mit mäßig beurteilt werden.
FRANZ HAEGEL