Babel

babel.jpg 13 KB Wieder ist ein sehr gutes 2-Personen-Spiel im Kosmosverlag erschienen. Mit seiner ausgezeichneten Grafik und seiner gut durchdachten Spielidee reiht es sich nahtlos in die Reihe hervorragender 2-Personenspiele dieses Verlages ein, wie z.B. Caesar und Cleopatra oder Lost Cities. Zwischen den beiden Spielern befindet sich ein Spielplan mit zwei mal fünf Bauplätzen. Auf diesen versuchen sich die beiden gegenseitig im Bau von Tempeln zu übertreffen. Dazu stehen ihnen fünf verschiedene Völker zur Verfügung (Assyrer, Meder, Hethiter, Perser und Sumerer). Diese liegen in in einem gemischten Stapel neben dem Spielplan bereit.

Babel
Verlag Kosmos
Autor Uwe Rosenberg
Hagen Dorgathen
Spieler 2
Alter ab 12 Jahre
Wertung
Michaela Hoppe fuenf.gif 1 KB
Mathias Dietz fuenf.gif 1 KB
Zu Anfang bekommt jeder Spieler 5 Völkerkarten auf die Hand. Diese werden vor jedem Zug mit 3 zusätzlichen Karten aufgefüllt. Außerdem gibt es noch Tempelkarten in den Baustufen 1 bis 6. Dieser Stapel befindet sich im Bauhof auf dem Spielplan. Nach jedem Zug der Spieler werden 2 Tempelkarten so offen abgelegt, daß die niedrigere Baustufe zuoberst liegt. Zu Beginn des Spiels wird jeweils eine Tempelkarte der Baustufe 1 offen für die Spieler ausgelegt. Diese versuchen nun durch Anlegen der Völkerkarten an die Bauplätze ihre Tempel so hoch wie möglich zu bauen. Dazu muß die Baumeisterspielfigur (ein Anker-Modellbaustein), durch Ausspielen einer Völkerkarte an den entsprechenden Bauplatz gesetzt werden. Hier kann nun der Spieler Völkerkarten offen anlegen (Anzahl und Farbe sind beliebig). Die Turmhöhe wird durch die Anzahl der Völkerkarten und durch die zur Verfügung stehenden Baustufen bestimmt. Denn nicht immer liegt eine passende Baustufe im Bauhof aus. Jeder Spieler ist sollte bestrebt sein, drei gleiche Völkerkarten hintereinander auszulegen oder durch Völkerwanderung zusammenzubringen. Bei einer Völkerwanderung verschiebt man die letzten drei Völkerkarten einer beliebigen Reihe zu einer anderen. Drei gleiche Völkerkarten hintereinander, aktivieren die besonderen Fähigkeiten dieses Volkes: Assyrer lassen den Tempel des Gegners am gegenüberliegenden Bauhof einstürzen; Perser ermöglichen es, eine Baustufe zu überspringen. Die Meder lassen ein Volk des Gegners verschwinden und bei den Sumerern wechselt ein Volk die Seite. Diese Fähigkeiten der Völkerkarten machen das Spiel immer wieder spannend und interessant. Es ist ratsam, die gegnerische Seite nie aus den Augen zu verlieren. Selbst wenn man sich seines Sieges schon gewiß ist, kann sich das Blatt noch in sekundenschnelle wenden. Gewonnen hat, derjenige, der als erster 15 Siegpunkte erreicht hat wobei der Gegner weniger als zehn Siegpunkte haben darf. Hat dieser jedoch mehr als zehn, gewinnt derjenige, der als erster 20 Siegpunkte erreicht.

Dieses abwechslungsreiche und spannende Spiel wird aufgrund seiner Vielseitigkeit nie langweilig. Durch seine taktischen Möglichkeiten spricht es reine Tüftler an. Durch die benötigte glückliche Hand beim Nachziehen der Karten ist es aber auch für die Anhänger des abwechslungsreichen Glücksspiels nicht zu trocken.

MICHAELA HOPPE


Ausgepackt!
Mister X e.V.