Attila

attila.jpg 15 KB Wir schreiben das Mittelalter und das römische Reich ist untergegangen... Die Völker Europas breiten sich über den Kontinent aus , hierbei kommt es sowohl zu friedlichen, wie auch zu konfliktreichen Landnahmen.

Dieses ist die Story zum Gesellschaftsspiel Attila von Karl - Heinz Schmiel: Das Spielfeld besteht aus einer antiken Europakarte und einem Einflußtablaeu, 120 Spielsteine in 6 verschiedenen Farben , von denen jede ein Volk symbolisiert. Außerdem 35 Einflußsteine in den 5 verschiedenen Farben der einzelnen Spieler, Spielkarten , Aktionsplättchen und Befriedeungsplättchen. Ziel des Spieles ist es, die meisten Punkte auf der Wertungsleiste zu erzielen. Um diese zu erreichen gilt es, mit Hilfe seiner Karten die Völker so in den Ländern zu platzieren, daß man in den meisten Lauml;ndern vertreten ist. Aber nicht jeder hat ein bestimmtes Volk, sondern jeder kann in seinem Zug Einflüsse auf bestimmte Völker ausüben, so daß hier das alte Sprichwort gilt Was heute noch richtig war, kann morgen (im nächsten Zug!) Grundfalsch sein. Bei jeweils vier Steinen in einem Land gibt es einen Konflikt, bei dem mit den Handkarten nachgekartet werden kann. Das Spiel endet entweder wenn ein Spieler die oberste Einflußleiste bei einem Volk erreicht hat oder nach Austragung des 10. Konfliktes. Mittels der Aktionplättchen und verschiedener Optionen gibt es noch einige Möglichkeiten mehr,den Spielverlauf zu beeinflussen, aber eine genauere Aufschlüsselung der Regeln würde hier den Rahmen sprengen.

Attila
Verlag Hans im Glück
Autor Karl-Heinz Schmiel
Spieler 2 bis 5
Alter ab 10 Jahre
Wertung
Wilfried Nelles fuenf.gif 1 KB
Thomas Heinze fuenf.gif 1 KB
Norbert Fell vier.gif 1 KB
Das Spiel ist schnell verstanden und wirkt in der Konzeption sehr schlüssig und durchdacht. Durch die Steigerung der Einflußnahme von Epoche zu Epoche wird ein allmählicher Anstieg des Spannungsbogen erreicht. Die vielen diversen Figuren machen das Spielfeld gegen Ende sehr bunt. Etwas negativ ist, daß z.B. der Spieler ,der mit grün spielt, keinerlei Verbindung zu den ebenfalls in grün dargestellten Sachsen hat. (In unserem Vereinsspiel wurde das durch Spielsteinen in anderen Farben gelöst!). Das Spiel mit 4 oder 5 Personen geht sehr zügig voran und durch gelegenliche Konflikte sind auch die momentan passiven Spieler ins Spiel eingebunden. Die Hauptkomponente sind leider(?) die Karten, so daß der Glücksanteil recht hoch ist. Aber es scheint nicht ganz aussichtslos durch geschicktes Taktieren auch bei schlechten Karten nicht ganz alt auszusehen. Die Spieldauer ist mit höchstens 45 Minuten anzusetzen und damit gut überschaubar. Eine etwas andere Situation ergibt sich beim Spiel mit 3 und vor allen Dingen mit 2 Spielern. Hier wird das Spiel (vor allen Dingen dann, wenn jeder schon das System durchschaut hat!) meistens damit enden, daß ein Spieler den maximale Einfluß bei einem der Völker erreicht hat. as kann locker nach 25 Minuten so sein. Hier sind dann die Spieler klar im Vorteil ,die nicht langfristig agieren, sondern nach dem Motto lieber der Kick für den Augenblick oder einem geschenkten Gaul....

Seis drum , alles in allem finde ich Attila ein rundum gelungenes Spiel, daß volle fünf Würfelpunkte von mir bekommt.

WILFRIED NELLES


Ausgepackt!
Mister X e.V.