Vino

vino.jpg 16 KB Vino, abgeleitet aus dem Lateinischen vinum, bezeichnet ein aus Fruchtsäften durch Gärung gewonnenes alkoholisches Getränk. Die Römer haben maßgeblich zu der Verbreitung der Weinrebe bis in unsere Regionen beigetragen, was liegt also näher als ein Spiel um Wein und Weinberge in Italien anzusiedeln. Auf dem Spielplan sieht man den italienischen Stiefel sowie Sizilien und Sardinien abgebildet. Eingeteilt in verschiedene Regionen sind die wichtigsten Rebsorten diesen zugeordnet. Die Spieler müssen Wein anbauen und verkaufen um weitere Weinberge erwerben zu können. Wer zum Schluß die meisten Weinberge besitzt, gewinnt das Spiel.

Vino
Verlag Goldsieber
Autor Christward Conrad
Spieler 3 bis 5
Alter ab 12 Jahren
Wertung
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB
Dirk Horster vier.gif 1 KB
Franz-Josef Houben vier.gif 1 KB
Zunächst einmal, es wird nicht ständig reihum gespielt, sondern der Spieler mit den geringsten Einnahmen einer Runde beginnt, dann folgt derjenige mit der zweitniedrigsten Einnahme usw. Die Spieler wählen zwar gleichzeitig geheim je 2 Anbaugebiete aus in denen sie Weinberge kaufen wollen, die Reihenfolge in denen sie dies dürfen hängt aber davon ab, ob sie in den entsprechenden Gebieten schon Weinberge besitzen und wieviel sie eben in der vorhergehenden Runde eingenommen haben. Danach wird Wein verkauft, wobei wie im richtigen Leben Nachfrage und Menge den Erlös bestimmen. Aber Vorsicht, wer zu gierig wird, den bestraft der Pachtverlust, denn je höher der Erlös desto mehr Weinberge muß der Spieler an die Bank abgeben. Auf der anderen Seite kann man seinen Mitkonkurrenten aber auch ein Schnippchen schlagen, indem man als Erster von einer Rebsorte soviel verkauft, daß die Nachfrage und damit auch der Kurs dieses Weines sinkt. Ab und zu ist es also auch einmal ganz sinnvoll auf einen hohen Erlös zu verzichten, um in der Spielerreihenfolge vor seinem Konkurrenten verkaufen zu können.

Vino ist ein gut durchdachtes Spiel, das Spielspaß garantiert. Wenn man das eigentliche Ziel, die meisten Weinberge zu besitzen, nicht aus den Augen verliert, sind die Chancen der einzelnen Spieler zu gewinnen, während des Spiels gleichmäßig verteilt. Man sollte darauf achten, nicht zu viele Rebsorten anzubauen und in den wichtigsten Regionen vertreten zu sein. Jetzt noch etwas Glück und ein wenig taktisches Geschick und man spielt vorne mit.

Obwohl ich die Umsetzung dieser Spielidee für überaus gelungen halte muß ich dennoch eines bemängeln. In den letzten beiden Jahren kommen immer mehr Spiele auf dem Markt die von der farblichen Gestaltung eher als blaß anzusehen sind. So auch in diesem Fall. Viele Pastelltöne und farblich schwer zu unterscheidendes Spielmaterial macht es zum Teil etwas mühsam dem Spielverlauf zu folgen. Dies ist zwar keine gravierende Beeinträchtigung des Spielspaßes aber umso ärgerlicher, da die Vermeidung solcher Dinge doch so einfach ist.

NORBERT FELL


Ausgepackt!
Mister X e.V.