Tadsch Mahal von Altmeister Reiner Knizia versetzt drei bis fünf Mitspieler ab zwölf Jahre für ca. 90 Minuten in das Indien des 18. Jahrhunderts.
Es gibt 12 Gebiete in denen die einzelnen Herrscher (Mitspieler) Einfluß erlangen müssen, um Punkte auf der Wertungsskala zu bekommen.
| Tadsch Mahal | |
|---|---|
| Verlag | Alea |
| Autor | Reiner Knizia |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Trend | |
| Dirk Horster | ![]() |
| Wilfried Nelles | ![]() |
| Bernd Severit | ![]() |
Hat man (etwa in der Mitte des ersten Spiels...) das System von Tadsch Mahal durchschaut, entwickelt sich ein kurzweiliges Spiel. Das Glück spielt zwar durch die Karten eine große Rolle, ich behaupte aber, daß ein intelligenter Spieler trotz sehr schlechter Kartenlage nicht zwangsläufig als Verlierer enden muß. Gut ist die Interaktion in der Bietphase des Spiels, so daß man immer auf Aktionen der Mitspieler reagieren muß. Interessant ist auch die Möglichkeit, durch das Sammeln der auf dem Spielfeld verteilten Schätze Punkte zu ergattern. Alles in allem ist Tadsch Mahal ein sehr gutes Gesellschaftsspiel, daß eine nicht wirklich neue Idee (Einflußnahme auf Gebiete, Wertungsskala...) mit einer guten Story und neuen Elementen (Jokerkarten und Interaktion...) verbindet. Negativ bleibt anzumerken, daß die Farben der Setztsteine (beige, türkis, braun?) leider Augenschmerzen verursachen! Warum werden keine schönen leuchtenden Farben verwendet?
Tadsch Mahal erhält von mir volle fünf Würfelpunkte und gehört damit zu den diesjährigen Highlights.
WILFRIED NELLES