La Citta

lacitta.jpg 15 KB La Cittą, italienisch für die Stadt, beschreibt bereits das Ziel des Spieles. Der Spieler muß seine Städte ausbauen und seine Bürger versorgen, Ihnen mittels Kultur, Bildung bzw. Gesundheitswesen das Leben so angenehm wie möglich gestalten.

Ähnlich, wie bei dem Spiel die Siedler werden die Landschaften verdeckt auf dem Spielfeld verteilt, so dass bei jedem Spiel eine veränderte Spielsituation entsteht. Die Landschaften - Erzfelder, Getreidefelder und Steinbrüche (Goldbrüche), sind von rechteckigen Feldern umgeben, in denen Städte gebaut, bzw. erweitert werden können. Jeder Spieler herrscht zu Beginn des Spieles über 2 Castellos (Städte) und 2x3 Bürger, die durch kleine Figuren dargestellt sind und in das jeweilige Castello gestellt werden. Sämtliche Gebäude des Spiels werden durch sechseckige Plättchen dargestellt, die bei Bedarf auf das entsprechende Spielfeld gelegt werden. Die Gestaltung der Plättchen hätte übersichtlicher ausfallen können, so kann man insbesondere wenn Bürger auf Ihnen stehen, schlecht erkennen, um welches Bauwerk es sich handelt, bzw. welchem Spieler welche Stadt gehört.

La Citta
Verlag Kosmos
Autor Gerd Fenchel
Spieler 2 bis 5
Alter ab 12 Jahren
Trend
Michael Hansmeyer vier.gif 1 KB
Dirk Horster fuenf.gif 1 KB
Ruth Dinkelbach drei.gif 1 KB
Jedes Spieljahr - insgesamt werden 6 Jahre durchgespielt - gliedert sich in 8 einzelne Aktionen, die der Reihe nach durchgespielt werden. Neben dem obligatorischen Startspielerwechsel erhalten die Spieler Ihr Gold aus den Goldbrüchen und jede Stadt kann einen Bürger hinzubekommen, wenn sie weniger als 5 Bürger besitzt. Mehr Bürger kann eine Stadt nur aufnehmen, wenn Sie über entsprechende Gebäude verfügt. Gebäude können in den folgenden Politikrunden errichtet werden, pro Spieljahr werden 5 der Politikrunden gespielt. In den Politikrunden kann ein Spieler entweder eine seiner 3 Aktionskarten einsetzen oder eine Politikkarte verwenden, von denen 7 Karten neben dem Spielfeld offen ausgelegt werden. Mit den Aktionskarten kann der Spieler neue Städte gründen, sich zwei Gold nehmen oder ein einfaches Gebäude errichten. Wählt der Spieler eine Politikkarte, so kann der Spieler gegen Gold höherwertige Gebäude errichten, Bürger in seine Städte setzen, seine Gebäude für dieses Spieljahr aufwerten oder einen Blick in die Karten der Stimme des Volkes werfen, aber dazu später mehr. Die errichteten Gebäude sind nur sinnvoll, wenn sie an die entsprechenden Landschaften angrenzen. So erhält der Spieler nur Nahrung für seine Bürger, wenn seine Bauernhöfe an Getreidefelder angrenzen oder Gold, wenn sein Steinbruch an einem Erzfeld liegt. Die Attraktivität seiner Städte kann man durch den Bau von Gebäuden steigern, so dass bei der nächsten Aktion Stimme des Volkes Bürger von benachbarten Städten in die eigene Stadt wandern können. Aber Vorsicht, diese zusätzlichen Bürger müssen auch ernährt werden. Wandern Bürger aus einer Stadt ab, so darf der Spieler in dem kommenden Spieljahr nur 4 Politikrunden durchführen. Er wird also doppelt bestraft und je nach Entwicklung des Spieles kann er schnell die Lust verlieren, da er keine Möglichkeit mehr bekommt, sich gegen die Mitspieler zu wehren.

Das Spiel erscheint beim ersten Betrachten sehr kompliziert, es gibt 11 verschiedene Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen, Aktionskarten, Politikkarten, Stimme des Volkes-Karten und man ist geneigt es sofort wieder zurückzulegen. Die Anleitung ist gut strukturiert und nach einer Runde hat man das System des Spieles begriffen. Durch die während des Spieles aufzudeckenden Karten erhält das Spiel einen Glücksfaktor, den manche Spieler als Vorteil ansehen werden, jedoch meiner Meinung nach zu stark ausgeprägt ist. Durch den Umstand, dass sich nur benachbarte Städte beeinflussen können, sind die Möglichkeiten gegen einen bestimmten Spieler - meistens den führenden - zu spielen begrenzt. Insgesamt kann ich sagen, dass es Spaß macht, eine Runde La Citta zu spielen; die oben erwähnten Punkte können aber dazu führen, dass in manchen Spielrunden der schwächste Spieler die Lust am Spiel verliert.

MICHAEL HANSMEYER


Ausgepackt!
Mister X e.V.