Kardinal & König spielt im 12. Jahrhundert.
Ziehen Sie die Fäden lautet der Untertitel zu diesem Spiel.
Folglich handelt es sich um ein taktisches Spiel, das aber wie viele Goldsieber-Spiele auch gewisse Glücksmomente beinhaltet.
Als Repräsentanten von Orden versuchen die Spieler durch Gründung von Klöstern und Plazieren von Räten an den jeweiligen Höfen möglichst viel Einfluss auf die damals wichtigsten Länder Europas zu gewinnen.
In zwei Wertungsrunden werden dafür Punkte vergeben, die auf einer Wertungsleiste angezeigt werden.
Sieger ist am Schluss der Spieler mit den meisten Punkten.
Das Recht Klöster oder Räte einzusetzen erhält man über Karten, von denen jeder Spieler immer drei auf der Hand hat. Diese Karten gibt es in fünf Farben, wobei außer Frankreich jeweils zwei Länder auf den Karten vertreten sind. Innerhalb der neun Länder befinden sich unterschiedlich viele Klosterfelder, die es mit Häuschen zu besetzen gilt. Diese Felder sind durch ein Wegenetz verbunden. Vier oder mehr Klöster in einer ununterbrochenen Reihe an einer Straße ergeben in der Schlusswertung je einen Punkt für jedes Kloster dieser Kette. Die Räte werden auf ein gesondertes Feld gesetzt. Sie zählen ebenfalls nur in der Schlusswertung und auch nur in Bündnissen. Wer die Rätemehrheit in jedem der verbündeten Ländern besitzt, die durch numerierte Linien auf dem Spielplan gekennzeichnet sind, erhält je einen Punkt für die Anzahl aller (auch fremder) Räte in den beiden Ländern. Die Rätemehrheit in einem Land können auch mehrere Spieler besitzen.
| Kardinal & König | |
|---|---|
| Verlag | Goldsieber |
| Autor | Michael Schacht |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Franz Haegel | ![]() |
| Dirk Horster | ![]() |
| Ruth Dinkelbach | ![]() |
Insgesamt kann Kardinal & König mit seiner ausgewogenen Abstimmung von Zufall und Taktik durchaus in die Gruppe sehr guter Spiele eingeordnet werden. Da es nicht zu lange dauert, ist es auch für Familien mit Kindern ab 12 Jahren gut geeignet. Das Spielmaterial ist ansprechend und robust. Um die Wertungsregeln bewusst zu nutzen ist allerdings etwas Routine notwendig.
FRANZ HAEGEL