Die Fürsten von Florenz
Viele, die in der Kurzinfo die Spieldauer gelesen haben, werden gleich denken: Das ist nichts für uns - dazu fehlt uns das Sitzfleisch.
Sie sollten aber nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen: Das Spiel dauert nicht länger als andere Spiele für Erwachsene - nur ist hier die Angabe auf der Packung ehrlicher!
In Die Fürsten von Florenz versucht jeder Spieler, durch interessante Gebäude und attraktive Landschaften sowie einigen zusätzlichen Bürgerrechten Künstler und Gelehrte in sein Fürstentum zu locken, die dann ein Werk vollbringen.
Durch jedes Werk gewinnt man an Ansehen - und der Fürst (der Spieler) mit dem höchsten Prestige hat am Ende gewonnen.
| Die Fürsten von Florenz |
| Verlag |
Alea |
| Autor |
Wolfgang Kramer Richard Ulrich |
| Spieler |
3 bis 5 |
| Alter |
ab 12 Jahren |
| Wertung |
| Ruth Dinkelbach |
 |
| Hanni Fell |
 |
Das Spielt dauert 7 Runden, und jede Runde besteht aus zwei Phasen:
In der ersten Phase ersteigert jeder Spieler ein Objekt: Ein Landschaftselement, einen Gaukler (die mit Ihrem Spiel die Gelehrten entspannen), eine Prestigekarte (Sonderbedingungen, die - sofern am Ende des Spiels erfüllt - zusätzliches Prestige bringen) oder eine Abwerbekarte, mit der man einen Gelehrten dazu überredet, auch im eigenen Fürstentum ein Werk zu vollbringen.
Nachdem jeder Spieler etwas ersteigert hat (der letzte ersteigert besondern günstig -es bietet ja niemand mehr mit) beginnt Phase 2:
Jetzt führt jeder Spieler der Reihe nach maximal zwei Aktionen durch: Er baut ein Gebäude, er führt zusätzliche Bürgerrechte ein, er holt einen weiteren Gelehrten an seinen Hof, erwirbt eine Bonuskarte oder er lässt einen Gelehrten ein Werk vollbringen - denn hierfür gibt es ja die Punkte, die zum Sieg führen.
Damit ein Gelehrter ein Werk vollbringt, erwartet er aber als Rahmenbedingung Gebäude, Landschaften, Bürgerrechte etc. - und die Gelehrten werden im Laufe der Runden immer anspruchsvoller, was diese Rahmenbedingungen angeht.
In jeder Runde wird außerdem das Werk mit zusätzlichen Prestigepunkten belohnt, für das die besten Rahmenbedingungen vorlagen.
Am Ende wird geprüft, welche Spieler noch die Bedingungen einer in ihrer Hand befindlichen Prestigekarte erfüllen, für die es noch einmal Prestigepunkte gibt.
Der Spieler mit den meisten Prestigepunkten hat gewonnen.
Auch wem nach dem Durchlesen der Anleitung das Spiel noch nicht ganz klar ist - beim Spielen wird es schnell klar.
Trotz im Prinzip einfacher Spielweise sind vielfältige Spielverläufe möglich, so dass Die Fürsten von Florenz immer wieder mit wachsendem Spielspass wiederholt werden kann.
Auch erinnert der Ablauf des Spieles nicht an andere Spiele und ist durchaus originell - deshalb 5 Punkte Würfel.
RUTH DINKELBACH