Carolus Magnus

carolus.jpg 18 KB Im Jahre 771 übernahm Karl I., nach dem Tod seines Bruders Karlmann, die alleinige Macht im Fränkischen Reich. Er eroberte das Langobardenreich (heutiges Norditalien) und unterwarf die Sachsen und Bayern. Einzig bei seinem Feldzug gegen die Mauren, welche das heutige Spanien besetzt hielten, erlitt er eine Niederlage. Danach zog er sich in seine Pfalz nach Aachen zurück und suchte durch Gründung von Schulen unter Heranziehung von Gelehrten die allgemeine Bildung zu fördern. Er selbst jedoch konnte nur mühsam Lesen und Schreiben. Karl I., genannt der Große (1,92 m, lat. Carolus Magnus, frz. Charlemagne), König der Franken verstarb 814 im Alter von 71 Jahren in Aachen.

Carolus Magnus
Verlag Winning Moves
Autor Leo Colovini
Spieler 2 bis 4
Alter ab 12 Jahren
Wertung
Franz Haegel sechs.gif 1 KB
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB
Petra Horster vier.gif 1 KB
Das Spiel versetzt uns in die Zeit nach seiner Krönung zum Kaiser durch Papst Leo III. im Jahre 800. Die Spieler stellen die potentiellen Erben Karls dar und sollen die Provinzen des Kaiserreichs durch den Bau von Burgen sichern. Um dies zu erreichen benötigen sie die Unterstützung der mächtigsten fränkischen Adelsfamilien, die das Kaiserreich verwalten. Der Spielplan besteht aus 15 einzelnen Elementen, die die Provinzen darstellen. Jede Runde besteht aus einer Vorbereitungsphase, Ermittlung der Spielerreihenfolge und einer Aktionsphase. In dieser Phase werden Ritter ins Spiel gebracht, der Kaiser versetzt und der Rittervorrat ergänzt. Derjenige, der die meisten Ritter in einer Provinz kontrolliert, darf dort eine eigene Burg neu errichten bzw. eine gegnerische Burg übernehmen. Interessant wird es, wenn es einem Spieler gelingt in benachbarten Provinzen eigene Burgen zu plazieren, dann werden diese zu Regionen zusammengeschoben. Generell gilt je größer die Region, desto mächtiger ist sie. Aber Achtung! Die Kontrolle der Ritter einer Adelsfamilie kann wechseln, wenn man nicht die Möglichkeiten seiner Gegenspieler im Auge behält. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Burgen in den Provinzen und Regionen.

Die Spielregel ist für ein Spiel dessen Mechanismus nicht in ein paar Sätzen erklärt werden kann, sehr gut und übersichtlich dargestellt. Das Spielmaterial ist trotz eines fehlenden Spielplanhintergrundes solide und in den Farben gut zu unterscheiden. Glück und taktisches Geschick halten sich die Waage und man ist immer in das Spielgeschehen mit involviert, so daß eine Dreiviertelstunde Spielspaß garantiert ist. Eine Besonderheit gilt es noch zu erwähnen. Carolus Magnus ist ein Spiel, das sehr gut zu zweit oder zu dritt gespielt werden kann, bei vier Spielern wird im Team zwei gegen zwei gespielt, wobei aber jeder Spieler für sich am Spielgeschehen teilnimmt.

NORBERT FELL


Ausgepackt!
Mister X e.V.