Letztes Jahr auf der Spielemesse in Essen war das vorherrschende Thema die Galaxis.
Viele Verlage schickten ihre Spieler in die unendlichen Weiten des Weltalls, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Und zwar mit Spacebeans, mit den fremdartigen Wesen der Sternenfahrer oder mit Amdromeda von Alan R. Moon.
Als Händler von der Erde versucht man, in den Wirtschaftszentren der wichtigsten sieben Planeten der Galaxis Andromeda Fuß zu fassen.
Von diesen befinden sich je drei im Orbit um die Planeten.
Zu Anfang werden von jedem Spieler vier Stationen in Form von Holzklötzchen auf die Erde und jeweils eine Station auf die sieben Planeten gesetzt.
Je nach Spielerzahl werden zwischen sechs und neun weitere Stationen zufällig von den Spielern auf die Planeten verteilt.
Andromeda besteht aus 4 verschiedenen Phasen.
| Andromeda | |
|---|---|
| Verlag | Abacus |
| Autor | Alan Moon |
| Spieler | 3 bis 5 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Michaela Hoppe | ![]() |
| Dirk Horster | ![]() |
Die Aktionsphase beinhaltet das Plazieren der Stationen auf die Wirtschaftszentren im Orbit. Mit einem Satz gleicher Planetenkarten, (mindestens 3 und höchstens 7) kann man eine bis drei Stationen auf die Planeten verteilen. Um die Stationen von den Planeten auf die Wirtschaftszentren zu verschieben, kommt der Planetenring zum Einsatz. Die häufigste Assoziation zu diesem Ring ist übrigens die eines umgedrehten Aschenbechers. Also, dieser Becher wird über alle auf dem Planeten befindlichen Stationen gesetzt. Nach dem Mischen wird er so verschoben, das eine Station aus der Öffnung herausgezogen wird. Ist es eine Station der eigenen Farbe, wird sie auf das wertvollste freie Wirtschaftszentrum im Orbit gesetzt. Ist es eine Station einer anderen Farbe, wird sie auf die Erde gesetzt. Die Aktion des Spielers endet, wenn die Anzahl seiner Versuche (Anzahl zwischen 3 und 7, je nach Größe des Kartensatzes) erschöpft ist oder wenn er seine eigene Farbe gezogen hat. Für einen gleichen Satz Planetenkarten hat der Spieler auch die Möglichkeit, in die Raumschiffentwicklung zu investieren. Damit kann er sich den Vorteil erkaufen, in den nächsten Runden mehr Karten auf der Hand zu halten. Investiert er in die Technologieentwicklung, kann er seine strategischen Möglichkeiten verbessern. Ein Satz gleicher Planetenkarten kann auch zum Erwerb von Bonuskarten eingesetzt werden, die als Joker eingesetzt werden können. Nicht ausgespielte Bonuskarten gehen in die Endwertung ein. Das Spiel endet, sobald die Wirtschaftszentren dreier Planeten vollständig besetzt sind. Gewertet werden alle Wirtschaftszentren im Orbit, jede Station auf der Erde und der Wert der höchsten erreichten Technologiestufe.
Andromeda ist ein solides und kurzweiliges Spiel. Allerdings bemängeln reine Strategiespieler den hohen Glücksfaktor in diesem Spiel. Wenn man diesen Anspruch nicht hat, kann man mit Andromeda einen recht netten Abend verbringen.
MICHAELA HOPPE