Siesta ist ein klassisches Legespiel, bei dem es darum geht, Siestas zu bilden.
Neben den Spielsteinen in der eigenen Farbe, die als Dächer interpretiert werden, erhält jeder der 2 bis maximal 4 Mitspieler einen Wertungsstein in seiner Farbe.
Die gelben Sonnen und die schwarzen Schatten sind von allen Spielern einzusetzen.
Der aktive Spieler muss drei Steine legen und damit möglichst viele Punkte erreichen.
Diese gibt es für Schatten in einer Sonne-Dach-Schatten-Kombination (Siesta).
| Siesta | |
|---|---|
| Verlag | Goldsieber |
| Autor | Guido Hoffmann |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Wilfried Nellessen | ![]() |
Gelingt es, eine Doppelsiesta aus seiner Farbe zu bilden, gibt es zwei Bonuspunkte. Natürlich werden die Mitspieler genau das verhindern wollen. Es sind jedoch einige Legeregeln zu beachten : So darf man nicht zwei Sonnen nebeneinander legen, und eine Sonne direkt neben einem Schatten geht ebenfalls nicht. Nach jedem Legen wird auf der Wertungsleiste gewertet. Das Spielende ist erreicht, wenn eine Plättchenart nicht mehr vorhanden ist.
Siesta ist ein solides Gesellschaftsspiel, das schnell erklärt und verstanden ist. Wie so oft verleiht jeder weitere Mitspieler dem Spiel mehr taktische Tiefe, d.h. zu viert ist es durchaus kurzweilig, zumal die Spieldauer (30-45 Minuten) überschaubar ist. Positiv empfinde ich die stabile Platte als Spielfeld und die gut verarbeiteten Plättchen. Wertungsschmälernd lässt sich feststellen, dass spätestens beim dritten Spiel deutlich die Routine eintritt, weil sich die Spielsituationen schnell wiederholen. Resümierend also bleibt festzustellen, dass Siesta ein durchschnittlich gutes Spiel ist, bei dem allerdings - neudeutsch ausgedrückt - der Kick fehlt.
WILFRIED NELLESSEN