Das Labyrinth der Ringe

ringe.jpg 21 KB Im Jahre 1986 erschien bei Deutschlands erster Spieleadresse, ich meine natürlich den treuen Begleiter meiner verspielten Kindheit, den Verlag Ravensburger, ein wirklich schönes Familienspiel:Das verrückte Labyrinth. 1986 war auch das Jahr in dem der Verlag mit dem blauen Dreieck zum vorläufig letzten Mal mit Heimlich & Co. den Preis für das Spiel des Jahres erhielt. In den letzten 12 Jahren mußte der verwöhnte Spieler viele bittere Pillen aus Ravensburg schlucken. Eine Bank vergangener Jahrgänge, die große (vom Schachtelformat gesprochene) Ravensburger Neuheit, entwickelte sich zur Lachnummer. So überlebten Spiele wie Vegas und Shanghai zu Recht nur einen Sommer und verschwanden im Folgejahr aus den Regalen. 1998 brachte mit der Rückkehr von Wolgang Kramer (Magalon) nach Ravensburg und besonders mit Tonga Bonga viel Gutes mit einem blauen Dreieck. Und 1999 wird alles noch viel besser. Das wird auf jeden Fall aus Nürnberg berichtet. Zwar trägt die neue Marke Alea aus dem Hause Ravensburger kein blaues Dreieck, aber für uns anspruchsvolle Häufigspieler ist sie extra angedacht worden. Mit Ra konnte in Essen sogar schon vorgespielt werden und das war, wie ich mich selbst überzeugen konnte, wahrlich nicht von schlechten Eltern. Doch das Ravensburger Markengeflecht hat selbst die größte Konkurrenz im eigenen Haus. Jeder Nürnbergfahrer berichtet nur Positives über Tikal, die große Neuheit mit einem blauen Dreieck. Ich bin gespannt.

Labyrinth der Ringe
Verlag Ravensburger
Autor Max Kobbert
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Dirk Horster zwei.gif 1 KB
Norbert Fell drei.gif 1 KB

Aber eigentlich wollte ich ja etwas über das Labyrinth der Ringe berichten. Dieses Spiel ist auch ohne Das verrückte Labyrinth oder Das Labyrinth der Meister spielbar. Ein Satz, der leider immer mehr zur Pflichtübung wird, zu groß ist die Zahl der Erweiterungen inzwischen geworden. Zum Labyrinth der Ringe gibt es leider nicht viel (gutes) zu berichten. In Frankreich schon seit 2 Jahren auf dem Markt, wurden wir davon noch verschont. Warum es dann doch noch erschienen ist, bleibt mir ein Rätsel, denn spielerisch wird wenig geboten. Wieder werden Schätze gesucht. Diesmal müssen vor dem Zug die Gänge durch das Drehen von Ringen (sic!) verrückt werden. Erreicht man in seinem Zug keinen Schatz, sondern einen Mitspieler, dann kann man diesen zu einer Partie Stein, Schere, Papier herausfordern. Gespielt wird um einen Schatz oder, damit das Leiden schneller beendet wird, um eine erwürfelte Zahl von Schätzen. Dazu liegen dem Spiel tatsächlich echte Papierfetzen, echte Steine und echte Miniatur-Plastikscheren bei. Das ist doch mal eine orginelle Spielidee! Nein?

Hier hilft leider nur: Deckel zu und in den Giftschrank. Aber ich gebe nicht auf. Das Licht am Ende des Tunnels ist nahe. Wenn nur endlich der Paketbote mit meinem Tikal kommen würde!

DIRK HORSTER


Ausgepackt!
Mister X e.V.