Donīt judge a game by itīs cover!
Sollte es eigentlich heißen, aber das ist sehr schwierig angesichts der vielen wunderschön gestalteten Neuerscheinungen.
Lost Cities - das neue Kartenspiel von Reiner Knizia aus dem Kosmos-Verlag - hält, was die Aufmachung verspricht.
Man bekommt nicht nur ein sehr schönes, sondern auch ein interessantes und spannendes Spiel für Zwei.
| Lost Cities | |
|---|---|
| Verlag | Kosmos |
| Autor | Reiner Knizia |
| Spieler | 2 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Michaele Hoppe | ![]() |
| Volker Uerlings | ![]() |
In diesem Kartenspiel werden die Spieler zu Entdeckern, und ihre Aufgabe ist es, Expeditionen zu starten und diese erfolgreich abzuschließen. Die fünf verschiedenen Expeditionsgebiete (Himalaya, Regenwald, Wüste, Vulkangebiet und die Tiefsee) werden durch 45 Expeditionskarten mit den Werten 2 bis 10 in fünf Farben dargestellt. Diese Karten müssen an den Spielplan mit den fünf Expeditions-Ablagefeldern angelegt werden. Jeder Spieler bekommt acht Handkarten, die restlichen Spielkarten werden auf einem verdeckten Stapel zur Seite gelegt. Der Startspieler startet seine erste Expedition, indem er eine Expeditionskarte an den Spielplan anlegt und seine Handkarten vom verdeckten Stapel ergänzt. Ist es einem Spieler nicht möglich, eine Karte an eine Reihe anzulegen oder eine neue Reihe zu eröffnen, legt er eine seiner Handkarten offen auf das Ablagefeld der entsprechenden Farbe.
Die Expeditionen sind umso erfolgreicher, je mehr Expeditionskarten sie enthalten. Diese müssen in aufsteigender Reihenfolge angelegt werden. Der Wert einer Expedition entspricht dabei der Summe der angelegten Karten abzüglich einem Wert von 20, der für die anfallenden Expeditionskosten steht. Eine Reihe, die mindestens acht Karten enthält, bringt zusätzlich zu den ermittelten Punkten einen Bonus von 20 Punkten. Um eine Expedition noch erfolgreicher zu machen, ist es möglich, eine Wette auf diese Expedition abzuschließen. Dies ist mit maximal drei Wettkarten möglich, die allerdings nur zu Beginn einer Expedition gelegt werden können. Für die Wertung werden dann die Werte aller Karten zusammengezählt und mit 2, 3 oder 4 multipliziert. Diese Wetten können also ein Segen, aber auch ein Fluch sein, denn auch negative Punkte werden multipliziert. Dies trifft z. B. dann zu, wenn ein Spieler eine Reihe mit einer Wettkarte beginnt, aber nicht mehr genügend Expeditionskarten anlegen kann, um die Expeditionskosten abzufangen. Es muss also immer sehr gut überlegt werden, ob es sich wirklich lohnt, eine neue Expedition zu beginnen. Das Glücksmoment des Kartenziehens verbindet sich mit den versteckten taktischen Kniffen, der ausgetüftelten Wertung und den einfachen und klaren Regeln zu einem echten Knizia.
MICHAELA HOPPE