Ziel von Colorado County ist es, möglichst gutes Land im alten Colorado zu besitzen und damit die meisten Punkte zu erreichen.
Dies geschieht auf einem Spielplan, der in 10 x 15 quadratische Felder unterteilt ist.
Die Punktevergabe erfolgt in vier Abrechnungsrunden, wobei sich die Wertigkeit der punkteträchtigen Felder von Runde zu Runde ändert.
So gibt es für die beiden Spieler mit den meisten Grenzfeldern am Rand des Spielplans zu Beginn deutlich mehr Punkte als zum Schluss.
Für den Besitz der Seen, die auf dem Spielplan verteilt sind, hingegen steigt die Anzahl der Punkte mit jeder Wertungsrunde an.
Dabei ist zunächst derjenige der Besitzer, der als Erster ein Feld am See besetzt.
Erreicht allerdings ein anderer Spieler mehr Felder am See, so wird er der neue Besitzer.
Außerdem gibt es noch Punkte für Doppelfelder (zwei benachbarte Felder in waagrechter oder senkrechter Richtung) und die beiden größten zusammenhängenden Landflächen. Für Letztere gibt es in der ersten Runde keine Punkte, dafür später aber um so mehr.
Das Besetzen der Felder geschieht mittels Karten, die durch Bieten von Cowboys ersteigert werden.
Es werden pro Runde 4 x 3 Karten versteigert, welche die Zahl und die Position der zu besetzenden Felder bezüglich verschiedenfarbiger Flaggensteine angeben.
Letztere werden zu Beginn der Runde von den Spielern gesetzt.
| Colorado County | |
|---|---|
| Verlag | Schmidt Spiele |
| Autor | Reinhard Staupe |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Franz Haegel | ![]() |
| Volker Uerlings | ![]() |
Die Kunst des Spiels ist es, bei jeder Wertung möglichst die einträglichsten Felder zu besetzten. Wie gesagt, ändert sich die Wertigkeit der verschiedenen Möglichkeiten während des Spiels deutlich. Dabei muss man mit seinen Cowboys gut haushalten und gegebenenfalls neue erwerben, indem man keinen bietet oder Land verkauft, das sich als nicht einträglich erwiesen hat. Auch durch das Setzen der Flaggensteine kann man das Spiel beeinflussen, da auf diese Felder auf jeden Fall gesetzt werden muss. Weil die Karten in der Farbe zu den Flaggensteinen passen müssen, ist allerdings bei der tatsächlichen Besetzung auch ein erhebliches Zufallsmoment gegeben. Das Spiel verlangt deshalb schnelles Mitdenken und flexibles Handeln. Insgesamt ist Colorado County trotz der etwas biederen Aufmachung und des nicht gerade umwerfenden Titels ein schönes variantenreiches Spiel, das auch auf Dauer immer wieder Spaß macht.
FRANZ HAEGEL