Schnäppchenjagd

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Wer macht nicht gern einmal ein Schnäppchen? Wer fällt dabei nicht auch mal rein und erhält nur Krimskrams? Beim Kartenspiel Schnäppchenjagd wird beides in Form von Minus- und Pluspunkten knallhart gegeneinander abgerechnet.

Schnäppchenjagd
Verlag Queen
Autor Uwe Rosenberg
Spieler 3 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Franz Haegel vier.gif 1 KB
Norbert Fell fuenf.gif 1 KB

Die 108 Karten in sechs Farben weisen je zweimal den Wert von 1 bis 9 auf. Hinzu kommen zwei Karten mit dem Supersonderangebot. Schnäppchenjagd ist ein Stichspiel, bei dem man jedoch selbst entscheiden kann, ob man stechen will oder nicht, falls man nicht bedienen muß oder nicht mehr stechen kann. Zu Beginn erhält jeder acht Karten, von denen er eine zur Schnäppchenkarte macht. Nun gilt es in den sieben folgenden Stichen möglichst Karten gleichen Wertes zu sammeln. Alle anderen Karten sind zunächst Krimskrams, der negativ zu Buche schlägt. Beim Ausspielen der Stiche muß die erste Farbe bedient werden. Ist das nicht möglich, so kann man mit einer anderen Farbe stechen oder abwerfen. Man muß sich jedoch mit dem Abwerfen entscheiden. In jedem Stich gibt es aber nur eine Trumpffarbe. Die Höhe der Werte entscheidet den Stich. Werden zwei gleiche Werte gelegt, die den Stich entscheiden, darf der zweite Spieler auswählen, ob er sticht oder nicht. Das Supersonderangebot ist der höchste Trumpf. Er kann immer, also auch dann, wenn man bedienen müßte, gespielt werden. Hier sticht das erste Supersonderangebot immer. Nach dem Ausspielen der ersten Runde darf man seinen Krimskramsstapel entrümpeln. um Aufräumen dürfen alle Karten eines Wertes auf einen Abfallhaufen geworfen werden. Zudem kann die Art des Schnäppchens (Zahlenwert der Karte auf dem Schnäppchenstapel) gewechselt werden. Hierzu muß man jedoch 2 Karten eines Wertes (3 Karten eines Wertes bei 3 Personen) auf dem Abfallstapel entsorgen. Weitere Karten dieses Wertes können dann auf den Schnäppchenstapel gelegt werden. So werden aus Minus- Pluspunkte. Das Supersonderangebot verbleibt immer im Krimskramsstapel. Der Abfallhaufen wird unter die Karten gemischt, die nach dem ersten Ausgeben übriggeblieben waren. Es werden wieder acht Karten gegeben und diesmal acht Stiche gespielt. So fährt man fort bis zur letzten Runde (vier bei 4 Spielern, sechs bei 3 Spielern). Nach der letzten Stichrunde darf zweimal aufgeräumt und die Art des Schnäppchens gewechselt werden. Dann wird abgerechnet. Jede Karte des Schnäppchenstapels zählt einen Pluspunkt, jede Karte des Krimskramsstapels einen Minuspunkt. Spätestens an dieser Stelle kommt oft das bittere Erwachen.

Schnäppchenjagd ist ein gelungenes und amüsantes Spiel mit einigen taktischen Möglichkeiten, die aber bei entsprechender Kartenlage auch grausam zugrunde gemacht werden können. Andere zu ärgern ist eine wichtige Komponente des Spiels. Aber wer weiß schon ob der Krimskrams von heute nicht das Schnäppchen von morgen ist.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.