
Obwohl es der Titel vermuten ließe, dieses Spiel ist weder aus Holz, noch ist der Wurm drin. Es handelt sich schlicht und einfach ein Kartenspiel, das zum Abrunden eines Spieleabends noch etwas Spaß verspricht.
| Der dreizehnte Holzwurm |
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|---|---|
| Verlag | Queen |
| Autor | Wolgang Kramer Werner Kiesling |
| Spieler | 2 bis 6 |
| Alter | ab 10 Jahren |
| Wertung | |
| Norbert Fell | ![]() |
| Hanni Fell | ![]() |
Der Spielverlauf ist recht einfach gestaltet und im Nu erlernbar. Es gibt 66 Karten in 6 Farben mit den Werten 1 bis 11, bzw. in der neutralen Farbe grau von 2 bis 11 plus der giftigen 13. Alle geraden Kartenwerte zählen Pluspunkte und alle ungeraden Minuspunkte. Aus 5 beliebigen Karten plus der giftigen Dreizehn wird der sogenannte Schicksalsstapel gebildet, die restlichen Karten werden an die Mitspieler verteilt und das Spiel kann beginnen. Aus den Handkarten werden im Laufe des Spiels 5 Kartenreihen je einer Farbe gebildet. Die neutralen grauen Karten können beliebig in jeder Reihe angelegt werden. Zu beachten ist lediglich, daß der Zahlenwert (unabhängig ob positiv oder negativ) der ausgespielten Karte höher sein muß als die Anzahl der Karten, die in dieser Reihe liegen. Wenn ein Spieler an der Reihe ist so muß er eine Karte spielen. Kann oder will er keine Karte mit einem höheren Zahlenwert legen, so muß er eine komplette Reihe auf die Hand nehmen plus einer Karte des offenliegenden Schicksalsstapels. Das Spiel endet wenn ein Spieler entweder seine letzte Handkarte ablegen konnte (hierfür erhält er 30 Pluspunkte), oder wenn ein Spieler die letzte Karte vom Schicksalsstapel aufnimmt. Die Punkte, der dann noch auf der Hand befindlichen Karten, werden zusammengezählt. Sieger ist derjenige, der nach einer vorher festgelegten Rundenzahl die meisten Punkte ergattern konnte.
Bei den Probespielen haben wir festgestellt, daß bei 4 Spielern der Spielespass am größten war. Dies lässt sich daraus erklären, daß die Zeit, in der ein Spieler wartet bis er wieder an der Reihe ist, einem nicht so lang vorkommt, der Einfluß der Mitspieler auf das Spielgeschehen aber dennoch groß genug ist, um jemandem einen Strich durch seine Rechnung zu machen. Das Spiel bietet eigentlich nur zwei Strategiemöglichkeiten, entweder versucht man auszumachen oder Punkte zu sammeln. Dennoch bleibt es spannend bis zum Schluß, da einem die Mitspieler andauernd die Tour vermiesen und somit auch die Glückskomponente nicht zu kurz kommt.
NORBERT FELL