Fiasko

Reinhard Staupe ist schon als Spieleautor von guten Kartenspielen bekannt. Nach den Spielen Speed und Ikarus, bei denen es vor allen Dingen auf Schnelligkeit ankommt, heißt es bei Fiasko: Wer riskiert es am längsten?

Bei Fiasko werden Waren gesammelt - Milch, Gurken, Tomaten, Mais und Fisch - die auf den Karten abgebildet sind. Die Karten haben Wertungen (je 3 x die Werte 1, 2, 4, 5 und 4 x der Wert 3). Dann gibt es noch 6 Fiasko- und 2 Ätschkarten, aber dazu später.

Und so geht's: Die Karten werden gut gemischt und als Aufnahmestapel verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt. Reihum zieht jeder Spieler eine Karte usw. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat zwei Möglichkeiten, aus denen er eine wählen muß:
- entweder eine neue Karte vom Stapel ziehen und die Karten auf der Handergänzen, d.h. Waren sammeln
- oder für eine bestimmte Ware, von der man meint genug zu haben, Punkte anmelden.

Fiasko
Verlag Ravensburger
Autor Reinhard Staupe
Spieler 2 bis 5
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Steffi Dircks fuenf.gif 1 KB

Und genau hier liegt der Knackpunkt des Spiels. Zieht der Spieler eine normale Spielkarte mit einer der Waren, hat er Glück gehabt und nimmt sie auf die Hand. Zieht er jedoch eine Fiaskokarte, hat es ihn erwischt. Er muß seinen Mitspielern die Fiaskokarte zeigen und verliert sofort alle Karten, die er zu diesem Zeitpunkt auf der Hand hält. Der Spieler beginnt in der nächsten Runde wieder, Waren zu sammeln - ganz schön ärgerlich. Er hat es zu lange riskiert.

Die Schadenfreude ist jedoch groß, wenn man eine der beiden Ätschkarten zieht. Der Spieler zeigt sie dann seinen Mitspielern, die dann sofort zu schimpfen anfangen. Alle Spieler - außer dem Glücklichen, der die Karte gezogen hat - verlieren die Waren, die sie zu der Zeit auf der Hand halten und legen die Karten auf den Ablagestapel. Man sollte also, wenn man einige Waren auf der Hand hat, gut überlegen, ob man wirklich eine Karte zieht (und Fiasko riskiert). Genauso kann einer der anderen Mitspieler, in der Zeit, bis man wieder an der Reihe ist,eine der Ätschkarten ziehen.

Folglich sollte man rechtzeitig Punkte anmelden. Und das geht so: Zuerst nennt der Spieler die Ware, z.B. Gurken. Dann legt er alle Karten aus der Hand offen auf den Tisch, die Karten der genannten Ware sowie die übrigen. Zum Ausrechnen der Punkte werden die werte der Ware mit der Gesamtzahl der Karten des spielers multipliziert. Das Ergebnis wird in das entsprechende Feld der Gewinntabelle notiert. Sobald ein Spieler für alle der fünf Waren Punkte gemeldet hat, ist das Spiel beendet, und es kommt zur Endabrechnung. Gewonnen hat, wer die meisten Punkte erzielt hat.

Das Kartenspiel Fiasko macht sehr viel Spaß und ist sowohl als Familienspiel, aber auch als spiel für Erwachsene gut geeignet. Einziger Nachteil: Es gibt fünf eindeutige Fiaskokarten. Die restlichen drei Karten, könnten jedoch vom Motiv her alle als Ätschkarte durchgehen, wobei es laut Spielanleitung nur zwei sein sollten.

STEFFI DIRCKS


Ausgepackt!
Mister X e.V.