Banque Fatale

Bei Banque Fatale handelt es sich um ein Kartenspiel, bei dem Karten ersteigert und möglichst günstig wieder verkauft werden. Nachdem jeder Spieler eine Karte (Carte fatale) mit einem Symbol (Pique) und seine zehn Jetons in den fünf Spielfarben zugeteilt bekommen hat, werden drei Karten mit zwei Piques offengelegt, und der Startspieler beginnt mit der Versteigerung. Dieser wählt eine der drei offenen Karten aus und ersetzt sie durch eine neue vom Stapel. Um die gewählte Karte zu ersteigern, nehmen die Mitspieler so viele Jetons in die Hand, wie sie für die Karte investieren wollen. Anschließend werden die Jetons auf den Tisch gelegt. Der Spieler mit den meisten Jetons - bei mehreren gleichen derjenige, der vom Startspieler aus im Uhrzeiersinn als erster sitzt - erhält die Karte.

Banque Fatale
Verlag Blatz
Autor Stefan Dorra
Spieler 3 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Franz Haegel zwei.gif 1 KB
Dirk Horster drei.gif 1 KB

Danach wird der Wert der Farben, der zunächst bei 6 Millionen liegt und auf einem Spielbrett angezeigt wird, neu festgelegt. Alle Farben, von denen nur ein Jeton gespielt wurde, fallen um eine Million. Farben, von denen keine Jetons gespielt wurden, werden auf den niedrigsten wert von 2 Millionen zurückgesetzt (Zitat: absolument fatale). Anschließend werden die Jetons wieder verteilt. Beginnend vom linken Nachbarn des Startspielers nimmt sich jeder jeweils einen Jeton, bis alle aufgebraucht sind. Danach kann der Startspieler eine Karte, aber nicht die in dieser Runde versteigerte, an die Bank verkaufen. Er erhält für jedes Symbol die Summe, die aktuell fü diese Farbe angezeigt wird. Die Karte wird aus dem Spiel genommen.

In den nächsten Runden beginnt jeweils der linke Nachbar des Startspielers. Es wird nach dem gleichen Ablauf gespielt, bis keine Karte mehr zu versteigern ist. Am Ende erhält jeder Spieler für seine Karten, die er auf der Hand hält den aktuellen Wert und für jeden Jeton eine Million. In einer Variante des Spiels verfallen die Jetons. Gewonnen hat in beiden Fällen derjenige mit dem meisten Geld.

Banque Fatale ist ein Spiel das nach einfachen Regeln abläuft. Es wird in der Anleitung als Taktikspiel bezeichnet. Im Spielverlauf stellt sich dann allerdings heraus, daß es mit dem Taktieren nicht weit her ist. Es ist auch keiensfalls so spannend, wie es in der Anleitung gemacht wird. Die geschwollene pseudo-französische Beschreibung - man spielt nicht mit rot und grün, sondern mit rouge et vert - soll wohl den edlen Touch vermitteln, den das Spiel einfach nicht hat. Die zum Verdecken der Jetons mitgelieferten Schilde sind für diesen Zweck zu klein. Das Urteil ist deshalb presque absolument fatale.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.